Ein ungewöhnlicher Anstieg des kurzfristigen Bitcoin-Angebots sorgt für bärische Signale am Markt. Analysten warnen vor einem potenziellen finalen Ausverkauf, der notwendig sein könnte, um den Markt zu bereinigen.
Eine Analyse des pseudonymen Analysten Sunny Mom hebt einen steigenden Anteil von Kurzzeit-Holdern (STH) hervor, die ihre Coins weniger als 155 Tage halten. Dieses Muster, das normalerweise auf neues Kapital hindeutet, wird diesmal anders interpretiert.
Im Gegensatz zu früheren Mustern deutet die aktuelle Entwicklung auf „passives Festhalten an Verlustpositionen“ („passive bag-holding“) hin, nicht auf einen Zustrom von neuem Kapital. Anleger, die während früherer Rallyes kauften, sitzen nun auf nicht realisierten Verlusten.
Jede kleinere Preiserholung stößt auf Verkaufsdruck, da Anleger versuchen, ihre Positionen zum Break-even zu schließen. Der expandierende STH-Kohorte wirkt als ‚Decke‘, nicht als ‚Boden‘.
Die Marktsituation zeigt eine sichtbare emotionale Belastung ‚on-chain‘. Wiederholte Spitzen bei den ‚Net Realized Losses‘ (NRL) seit den Liquidationen im Oktober deuten auf eine Kapitulationsphase hin.
Bitcoin konsolidiert sich um die 87.000 US-Dollar, nachdem er die 90.000-US-Dollar-Marke nicht überwinden konnte. Makroökonomische Unsicherheiten und zögerliche Neukäufer schaffen ein Nachfragevakuum.
Analyst Mom prognostiziert, dass Bitcoin möglicherweise einen ‚finalen Ausverkauf‘ unter 80.000 US-Dollar erleben muss, um das Ungleichgewicht zu bereinigen und schwache Hände zu entfernen.
Obwohl Börsenreserven nahe Mehrjahrestiefs liegen, zeigen Langzeit-Holder (LTHs) wenig Interesse am Verkauf. Das Hauptproblem liegt derzeit auf der Nachfrageseite.




