Das Jahr 2025 war für Bitcoin-ETFs eine emotionale Achterbahnfahrt. Trotz institutioneller Erfolge und starker Zuflüsse sahen sich Anleger mit erheblicher Volatilität und einer wachsenden ‚ETF-Müdigkeit‘ konfrontiert, da die Erwartungen an die Preisentwicklung nicht vollständig erfüllt wurden.
Obwohl die Genehmigung von Bitcoin-ETFs durch die SEC als wichtiger Meilenstein galt und institutionelles Kapital freisetzte, blieb die Stimmung unter privaten Anlegern angespannt. Rekordverdächtige Zuflüsse in Spot-ETFs und eine „Digital-Gold“-Erzählung, die auf Zinssenkungen reagierte, konnten eine parabolische Entwicklung im vierten Quartal nicht gewährleisten. Stattdessen fiel Bitcoin nach einem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar im Oktober um 30 % und schloss das Jahr mit einem leichten Minus ab.
Der ‚Fear & Greed Index‘ verbrachte über 30 % des Jahres 2025 im Bereich ‚Angst‘ oder ‚extreme Angst‘, was auf ein ‚giftiges‘ Sentiment trotz regulatorischer Klarheit hindeutet.
Die Kapitalflüsse zeigten prägnante Perioden: Anfang Januar und Ende Februar gab es starke Zu- bzw. Abflüsse. Während der Januar Zuflüsse von 4,4 Milliarden US-Dollar verzeichnete, brachte der Februar eine Risikoverlagerung mit Abflüssen von 2,61 Milliarden US-Dollar. Eine Stabilisierung erfolgte im März mit sieben aufeinanderfolgenden Tagen positiver Zuflüsse.
Der Oktober brachte ein Allzeithoch für Bitcoin, jedoch begleitet von geringer Euphorie im Privatanlegerbereich. Gegen Jahresende trugen anhaltende Abflüsse, wie ein 523-Millionen-Dollar-Abfluss aus dem BlackRock iShares Bitcoin Trust im November, zur negativen Marktstimmung bei. Die allgemeine Stimmung verschlechterte sich um Weihnachten weiter.
Das Jahr 2025 verdeutlichte die Reife des Marktes und die wachsende Raffinesse der ETF-Investoren. Trotz Volatilität und Anlegermüdigkeit blieb die institutionelle Beteiligung stark. Bitcoin-ETFs entwickelten sich zu makrosensitiven Instrumenten, die an Zinsen und globale Risikobereitschaft gekoppelt sind.




