Krypto-Projekte stoppen Token-Rückkäufe: Ende eines Trends?

Krypto-Projekte wie Helium und Jupiter stellen ihre sogenannten Buyback-Programme ein, die einst als „neuer Goldstandard des Krypto-Markts“ galten. Diese Entwicklung wird als „Geld verbrannt“ interpretiert und deutet auf fundamentale Probleme im Markt hin.

Token-Rückkäufe im Kryptobereich ähneln Aktienrückkäufen im traditionellen Finanzwesen. Unternehmen kaufen dabei eigene Token vom Markt zurück, um die Umlaufmenge zu verringern und so den Preis der verbleibenden Token zu steigern. Ziel ist es, den Wert für Token-Inhaber zu erhöhen.

Die Einstellung dieser Programme durch prominente Projekte wie Jupiter und Helium deutet darauf hin, dass die Rückkäufe als nicht nachhaltig oder ineffizient angesehen werden. Ursprünglich als „Rettungsanker“ zur Stützung fallender Kurse gedacht, könnten schuldenfinanzierte Rückkäufe die Geschäftsmodelle von Krypto-Treasury-Unternehmen zusätzlich belasten.

Schuldenfinanzierte Rückkäufe können die Geschäftsmodelle der Krypto-Treasury-Unternehmen weiter unter Druck setzen und „fundamentale Schwächen“ offenbaren.

Ein Beispiel hierfür ist ETHZilla (ehemals 180 Life Sciences), dessen Aktienkurs nach dem Kauf von Ethereum im Wert von 460 Millionen US-Dollar um 76 Prozent einbrach. Das Unternehmen tätigte daraufhin einen teilweise fremdfinanzierten Aktienrückkauf von 250 Millionen US-Dollar.

Diese Projekte ziehen somit die „Notbremse“. Die Praxis der Token-Rückkäufe, die in der Vergangenheit positive Ergebnisse für Börsen wie Binance, Huobi, OKEx und Kucoin erzielte, erzielt in der aktuellen Form möglicherweise nicht mehr die gewünschte Wirkung oder verursacht zu hohe Kosten.