China: Umfassendes Verbot der RWA-Tokenisierung

China hat die Tokenisierung von Real-World Assets (RWA) als illegale Finanzaktivität eingestuft und damit die umfassendste Krypto-Regulierungsmaßnahme seit 2021 erlassen. Sieben führende Finanzverbände gaben eine Warnung heraus, die RWA-Token-Aktivitäten als Hochrisiko einstuft.

Die gemeinsame Warnung, die um den Dezember 2025 datiert ist und von Verbänden wie der National Internet Finance Association of China herausgegeben wurde, stellt klar, dass weder die Ausgabe noch der Handel oder die Finanzierung von RWA-Token auf dem chinesischen Festland genehmigt sind. Diese Aktivitäten werden nun ausdrücklich als illegal betrachtet, gleichgestellt mit anderen verbotenen Kryptowährungsgeschäften.

Als Hauptgründe für das Verbot werden Betrug, Spekulation, illegale Geldbeschaffung und die unautorisierte Ausgabe von Wertpapieren genannt.

Eine zentrale Sorge der chinesischen Regulierungsbehörden ist der potenzielle Missbrauch der RWA-Tokenisierung als Instrument zur Kapitalflucht. Es wird befürchtet, dass inländische Vermögenswerte tokenisiert, ins Ausland transferiert und dort in Fremdwährung getauscht werden könnten, was traditionelle Banken- und Devisenkontrollen umgehen würde.

Das Verbot zielt nicht nur auf chinesische Akteure ab, sondern schließt auch ausländische Firmen und deren Mitarbeiter ein, die wissentlich Dienstleistungen für chinesische Nutzer im Festland anbieten. Dies erweitert die regulatorische Reichweite auf alle beteiligten Dienstleister im Ökosystem, von der Projektplanung bis zur Zahlungsabwicklung.

Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) hat Brokerfirmen auf dem Festland angewiesen, ihre RWA-Tokenisierungsgeschäfte in Hongkong vorübergehend einzustellen.

Diese Maßnahme in Hongkong wird als Versuch Pekings interpretiert, das Risikomanagement zu stärken und sicherzustellen, dass digitale Vermögenswertansprüche durch legitime Operationen gedeckt sind. Berichten zufolge sind die Anfragen von Festlandfirmen im RWA-Markt Hongkongs in den letzten zwei Monaten um 90 Prozent gesunken, und viele Verhandlungen wurden auf Eis gelegt.