Kryptomarkt 2025: Absturz vieler Altcoins, Ausblick auf 2026

Das Jahr 2025 war für den Kryptomarkt von erheblichen Wertverlusten bei vielen neuen Token geprägt. Während Bitcoin und Stablecoins Stabilität zeigten, kämpften Altcoins mit strukturellen Problemen und einer Überflutung des Marktes. Experten erwarten für 2026 eine Reifung mit stärkerem Fokus auf institutionelle Beteiligung.

Im Jahr 2025 mussten zahlreiche neue Krypto-Tokens und Altcoins, insbesondere Meme-Coins, deutliche Rückgänge verzeichnen. Prominent unterstützte Meme-Coins fielen um bis zu 94 %. Auch XRP verzeichnete einen Rückgang von rund 2 % über das Jahr, und Bitcoin schloss 2025 mit einem Minus von 8,4 Prozent, trotz eines erreichten Hochs von über 126.000 US-Dollar im Oktober.

Ein Hauptgrund für die schwache Performance war die massive Zunahme der Token-Emissionen. Allein im Januar 2025 wurden über 600.000 neue Krypto-Tokens eingeführt, ein zwölffacher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Plattformen wie Pump.fun vereinfachten die Token-Erstellung, was zur Ausdünnung und Fragmentierung des Anlegerkapitals führte und eine erwartete Altcoin-Saison verzögerte.

Die Token-Überflutung durch Emissionen, ‚Unlocks‘ und hohe Inflation belastete die Performance der Altcoin-Sektoren erheblich.

Weitere Faktoren für die Underperformance waren Gewinnmitnahmen durch Großanleger, technische Ausfälle und Anlegerermüdung. Zudem fehlte es an Liquidität und Absicherungsmöglichkeiten für Alt-Tokens, was es Krypto-Hedgefonds erschwerte, Risiken zu managen.

Veränderte Kapitalflüsse durch institutionelle Akteure beeinflussten die für Bullenmärkte typische Liquiditätsrotation. Traditionell flossen Gewinne von Bitcoin zu Ethereum und kleineren Altcoins, dieses Muster wird nun von institutionellen Anlegern verändert.

Für 2026 wird eine Reifung des Marktes erwartet, mit einem stärkeren Fokus auf institutionelle Beteiligung und Marktinfrastruktur statt auf reine Spekulation.

Für Altcoins wird ein selektiverer Markt erwartet, bei dem Projekte mit realen Anwendungsfällen und einer tragenden Rolle in der Finanzinfrastruktur die Gewinner sein dürften. Die Tokenisierung realer Vermögenswerte gilt als wichtiger Wachstumstrend ab 2026. Bitcoin soll seine Funktion als Wertspeicher ausbauen, während Stablecoins im Zahlungsverkehr wachsen. Trotz eines Rückgangs 2025 könnten laut Tom Lee bereits im Januar 2026 neue Höchststände für Bitcoin erreicht werden.

Makroökonomische Faktoren wie Entscheidungen der US-Notenbank bleiben zentrale Treiber. Ethereum plant zwei große Upgrades für 2026, um die Protokollentwicklung zu beschleunigen. Perpetual Futures dienen als Anker für die Preisfindung, und strengere Margin-Praktiken sollen die Schockabsorption des Marktes verbessern.