Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) setzt mit einem neuen regulatorischen Rahmen neue Maßstäbe für Krypto-Assets. Ab September 2026 wird ein Antrags-Gateway für Krypto-Lizenzen geöffnet, das einen umfassenden Übergang in das neue System markiert.
Das neue, umfassende Regulierungssystem für Krypto-Assets tritt voraussichtlich am 25. Oktober 2027 in Kraft. Das im September 2026 öffnende Antrags-Gateway gewährt Unternehmen eine begrenzte Frist zur Einreichung ihrer Lizenzanträge. Antragsteller, die diesen Zeitraum nutzen, können ihre Krypto-Geschäfte im Vereinigten Königreich bis zur Entscheidung der FCA fortsetzen, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden. Versäumnisse bei der fristgerechten Antragstellung können zu Übergangsbeschränkungen führen.
Unternehmen, die regulierte Krypto-Asset-Aktivitäten im UK durchführen, benötigen eine Autorisierung der FCA und unterliegen deren Aufsicht.
Selbst bereits gemäß Geldwäschevorschriften (MLRs) registrierte Krypto-Firmen müssen einen neuen Antrag stellen, da keine automatische Umwandlung in eine volle Autorisierung erfolgt. Der neue Rahmen geht über aktuelle Anti-Geldwäsche-Anforderungen hinaus und führt strengere Regeln für Stablecoin-Emittenten, Handelsplattformen, Staking-Dienste und Kreditaktivitäten ein.
Die FCA integriert Krypto-Assets in den Financial Services and Markets Act (FSMA) Rahmen. Ziel ist es, Innovationen zu fördern und gleichzeitig Verbraucherschutz und Marktintegrität zu gewährleisten. Das Prinzip „gleiches Risiko, gleiches Regulierungsergebnis“ wird betont, wobei die FCA anerkennt, dass die einzigartige Technologie von Krypto-Assets spezifische Anpassungen erfordert.
Die FCA hat kürzlich Konsultationspapiere zu den endgültigen Regeln veröffentlicht und erwartet von Unternehmen, dass sie „bereit, willens und organisiert“ sind.
Die Behörde bereitet sich auf die Umsetzung des neuen Regimes vor, das eine Neuausrichtung der Aufsicht über den Krypto-Sektor darstellt.




