Donald Trump hat eine Begnadigung für den ehemaligen FTX-Chef Sam Bankman-Fried ausgeschlossen. Dies teilte Trump der New York Times mit und beendete damit die Spekulationen über eine mögliche politische Milde für den Krypto-Unternehmer.
Hintergrund dieser Entscheidung ist unter anderem Bankman-Frieds Spende von rund 5,2 Millionen US-Dollar an das Wahlkampflager von Joe Biden im Jahr 2020. Es ist jedoch unklar, ob dieser Umstand Trumps Entscheidung direkt beeinflusste. Bankman-Fried hatte in der Vergangenheit versucht, sich den Republikanern anzunähern und sich als „pro crypto, pro freedom“ positioniert, mutmaßlich um eine Begnadigung zu erwirken.
Sam Bankman-Fried wurde im November 2023 in New York in sieben Anklagepunkten wegen Betrugs und Verschwörung für schuldig befunden.
Am 28. März 2024 wurde er zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt. Er befindet sich derzeit in einem Berufungsverfahren gegen seine Verurteilung und das Strafmaß. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im November 2022. Bankman-Fried wurde vorgeworfen, Kundengelder in Milliardenhöhe zweckentfremdet zu haben, was zu erheblichen Verlusten führte.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von 40 bis 50 Jahren gefordert und sein Verhalten als „unvergleichliche Gier und Hybris“ beschrieben. Die Ermittler warfen Bankman-Fried vor, Investoren und Kunden systematisch getäuscht zu haben. Der Fall gilt als einer der größten Finanzskandale der jüngeren US-Geschichte.
Dies steht im Kontrast zu früheren Begnadigungen Trumps für andere Persönlichkeiten aus der Krypto-Branche, wie Ross Ulbricht und Changpeng Zhao.




