Anti-DeFi-Gruppe startet Kampagne gegen Kryptoregulierung

Eine neu formierte Anti-DeFi-Gruppe namens „Investors For Transparency“ hat eine Werbekampagne gestartet, die US-Senatoren dazu aufrufen soll, Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Im Fokus steht der CLARITY Act, bei dem es um die Regulierung von Stablecoins und dezentralen Finanzdienstleistungen geht. Die Gruppe warnt vor innovationsfeindlichen Bestimmungen.

Die Kampagne zielt darauf ab, die Öffentlichkeit zu mobilisieren, ihre Senatoren anzurufen und für die Verabschiedung des CLARITY Act ohne spezifische DeFi-Regelungen zu plädieren. Auf Fox News geschaltete Anzeigen trugen Slogans wie „Tell Your Senator: Pass Crypto Legislation Without DeFi Provisions“ und „Don’t Let DeFi Stall Innovation.“

Kritiker befürchten, dass emittierende Unternehmen von Stablecoins durch verzinsliche Produkte faktisch bankähnliche Einlagen schaffen könnten.

Das US-Finanzministerium hat im April geschätzt, dass eine weitreichende Nutzung von Stablecoins zu einem Abfluss von bis zu 6,6 Billionen US-Dollar an Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem führen könnte. Die Werbeoffensive überschneidet sich mit der angekündigten Beratung des CLARITY Act durch den Senatsausschuss für Bankenfragen.

Innerhalb der Krypto-Branche stießen die Anzeigen bereits auf deutliche Kritik, unter anderem von führenden Persönlichkeiten wie dem CEO von Uniswap Labs.

Die Debatte um die DeFi-Regulierung hat die Verhandlungen über ein umfassendes US-Krypto-Marktgesetz verlangsamt. Zentrale Diskussionspunkte sind Stablecoin-Fragen und die Zuständigkeiten von Aufsichtsbehörden wie der CFTC. Bereits im März 2025 wurde eine umstrittene IRS-Regel für DeFi-Broker aufgehoben, die als innovationsfeindlich galt.