Ein anonymer Händler auf der Prognoseplattform Polymarket hat über 400.000 US-Dollar verdient, indem er auf die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro setzte. Der Vorfall wirft Fragen nach Insiderhandel auf und hat zu Forderungen nach strengerer Regulierung von Prognosemärkten geführt.
Der besagte Händler investierte über 34.000 US-Dollar in Wetten auf Maduros Absetzung und erzielte damit einen Gewinn von 436.759,61 US-Dollar. Andere Quellen geben den Gewinn mit über 400.000 US-Dollar an. Die Wetten wurden schrittweise zwischen dem 27. Dezember und dem 31. Januar erhöht. Besonders bemerkenswert ist, dass die größten Einsätze wenige Stunden vor der offiziellen Bestätigung der Operation durch die US-Regierung platziert wurden, was eine Rendite von über 1.200 Prozent ermöglichte.
Die größten Wetten wurden nur wenige Stunden vor der öffentlichen Bestätigung der Operation durch die US-Regierung platziert, was eine Rendite von über 1.200 Prozent ermöglichte.
Die Identität des Händlers bleibt unbekannt. Da das Konto erst im Dezember eröffnet wurde und die Wetten so präzise platziert waren, gibt es starke Vermutungen über Insiderwissen. Analysten äußerten offen den Verdacht auf Insiderhandel, obwohl keine eindeutigen Beweise vorliegen. Es wird diskutiert, ob Regierungsmitarbeiter mit Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen von solchen Plattformen profitieren könnten. Eine Blockchain-Analyse schloss eine Verbindung des Kontos zu einem Mitbegründer von World Liberty Financial (WLFI) aus.
Als Reaktion auf diesen Vorfall kündigte der demokratische Kongressabgeordnete Ritchie Torres einen Gesetzesentwurf an. Der ‚Public Integrity in Financial Prediction Markets Act‘ soll Amtsträgern und Regierungsangestellten die Teilnahme an Finanztransaktionen auf Prognosemärkten untersagen, wenn sie über relevante, nicht-öffentliche Informationen verfügen.
Der ‚Public Integrity in Financial Prediction Markets Act‘ soll Amtsträgern und Regierungsangestellten die Teilnahme an Finanztransaktionen auf Prognosemärkten untersagen, wenn sie über relevante, nicht-öffentliche Informationen verfügen.
Zusätzlich zu den Spekulationen um Insiderhandel gab es eine Kontroverse bezüglich der Auszahlungsbedingungen auf Polymarket. Die Plattform weigerte sich, Wetten auf eine ‚US-Invasion Venezuelas‘ auszuzahlen. Als Begründung wurde angeführt, dass die Festnahme Maduros nicht den Kriterien einer ‚Invasion zur Errichtung von Kontrolle‘ entspreche. Dies führte zu Unmut bei Händlern, die über 10,5 Millionen US-Dollar auf eine Invasion gesetzt hatten.




