Dubai hat seine Regulierung für virtuelle Vermögenswerte umfassend überarbeitet. Mit dem Verbot von Privacy Tokens und verschärften Regeln für Stablecoins stärkt das Emirat seine Position als globales Krypto-Zentrum bei gleichzeitiger Durchsetzung von Transparenzstandards.
Die Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) in Dubai hat den Handel und die Emission von Anonymität verbessernden Kryptowährungen, bekannt als Privacy Tokens, verboten. Dies geht aus Regelungen hervor, die bereits im Februar 2023 veröffentlicht wurden. Tokens wie Zcash und Monero sind von diesem Verbot betroffen, da sie die Nachverfolgung von Transaktionen erschweren und somit die Transparenz beeinträchtigen. Diese Bestimmungen gelten für virtuelle Asset-Unternehmen und -Aktivitäten innerhalb Dubais, mit Ausnahme des Dubai International Financial Centre (DIFC).
Tokens wie Zcash und Monero sind von diesem Verbot betroffen, da sie die Nachverfolgung von Transaktionen erschweren.
Zusätzlich wurden die Vorschriften für Stablecoins verschärft. Seit Juni 2024 gibt es ein Rahmenwerk für die Registrierung von Stablecoins, das die Ausgabe und Überwachung von Stablecoin-Arrangements regelt, die an den Emiratischen Dirham (AED) gekoppelt sind. Stablecoins, die nicht an den AED gebunden sind, unterliegen weiterhin der Aufsicht der VARA. Die neuen Regeln klassifizieren Stablecoins als „Zahlungstoken“, die einen stabilen Wert beibehalten. Explizit ausgeschlossen sind algorithmische Stablecoins, und ausländische Stablecoins dürfen nicht für Zahlungen innerhalb der VAE genutzt werden. Ziel ist die Minimierung von Risiken durch unregulierte Kryptowährungen und die Gewährleistung von Finanzstabilität sowie Verbraucherschutz.
Dubai strebt eine führende Rolle im Bereich virtueller Vermögenswerte an und etabliert dafür ein strenges, aber geschäftsfreundliches regulatorisches Umfeld. Das VARA-Regelwerk von 2023 umfasst Vorschriften zu Lizenzanforderungen, Anti-Geldwäsche (AML), Marketing und Strafen. Verstöße können hohe Geldstrafen nach sich ziehen, die für Einzelpersonen bis zu 20 Millionen Dirham und für Dienstleister bis zu 50 Millionen Dirham betragen können. Im Oktober 2025 wurden bereits 19 unlizenzierte Kryptounternehmen mit Geldstrafen belegt.
Verstöße gegen Marktverhaltensregeln können zu Geldstrafen von bis zu 50 Millionen Dirham für Dienstleister führen.
Mit Blick auf 2026 wird das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD global implementiert, was eine lückenlose KYC/AML-Prüfung und automatischen Datenaustausch vorsieht. Ab 2026 drohen bei Verstößen automatische Einfrierungsmechanismen, Bankensperren und strafrechtliche Ermittlungen. Das neue Bundes-Dekret-Gesetz Nr. 6 von 2025, das das Bankengesetz von 2018 ersetzt, kriminalisiert unlizenzierte Finanzaktivitäten mit empfindlichen Strafen, die von Freiheitsstrafen bis zu Geldstrafen von bis zu 136 Millionen US-Dollar reichen können.




