Das Investmentunternehmen Franklin Templeton passt zwei seiner institutionellen Geldmarktfonds (MMFs) an, um sie für die Verwaltung von Stablecoin-Reserven und die blockchain-gestützte Distribution zu nutzen. Ziel ist die bessere Integration traditioneller Liquiditätsprodukte in digitale Markt-Workflows, wobei die Fonds regulierte Geldmarktprodukte bleiben.
Der Western Asset Institutional Treasury Obligations Fund (LUIXX) wurde aktualisiert, um den Reserveanforderungen des „Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act“ zu entsprechen. Er investiert nun ausschließlich in US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von maximal 93 Tagen. Diese Anpassung soll die wachsende Nachfrage nach der Verwaltung von Stablecoin-Reserven bedienen.
Zusätzlich hat der Western Asset Institutional Treasury Reserves Fund (DIGXX) eine neue „Digital Institutional Share Class“ erhalten. Diese ist für die Distribution über blockchain-fähige Intermediärplattformen konzipiert und soll schnellere Abwicklungen, 24/7-Transaktionen und eine einfachere Integration mit digitalen Systemen ermöglichen. Beide Fonds bleiben SEC-registrierte Geldmarktfonds (2a-7 MMFs).
Der Stablecoin-Markt übertrifft 310 Milliarden US-Dollar und wird bis 2030 voraussichtlich 2 Billionen US-Dollar erreichen.
Franklin Templeton ist seit 2017 im Bereich digitaler Vermögenswerte aktiv und betreibt die „Benji Technology Platform“. Über diese wurde bereits 2021 der Franklin OnChain U.S. Government Money Fund (FOBXX) aufgelegt, ein registrierter Investmentfonds mit Blockchain-Integration.
Im Vergleich zu vielen Stablecoins bieten die tokenisierten Geldmarktfonds von Franklin Templeton direkte Erträge für die Nutzer. Zudem unterliegen sie als regulierte Wertpapiere strengeren Kontrollen und sind nur für überprüfte Teilnehmer zugänglich.
Auch BlackRock plant, einen Geldmarktfonds zur Stablecoin-Reserveverwaltung im Rahmen des GENIUS Acts anzupassen.




