Visa Direct integriert Stablecoin-Auszahlungen mit BVNK

Visa intensiviert seine Bemühungen im Bereich digitaler Zahlungen durch eine strategische Partnerschaft mit BVNK, einem führenden Anbieter von Stablecoin-Infrastruktur. Diese Kooperation erweitert das globale Visa Direct-Netzwerk um die Möglichkeit von Stablecoin-Auszahlungen, was Unternehmen schnellere und effizientere Transaktionen ermöglicht.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stellt BVNK die technische Infrastruktur bereit. Dies erlaubt ausgewählten Geschäftskunden in bestimmten Märkten, Auszahlungen mittels Stablecoins vorzufinanzieren. Die Gelder werden direkt an die digitalen Wallets der Empfänger gesendet, sodass sogenannte „digitale Dollar“ nahezu sofort zur Verfügung stehen, ohne die Wartezeiten des traditionellen Bankensystems.

Das übergeordnete Ziel ist die Reduzierung von Reibungsverlusten im Zahlungsverkehr und die Verbesserung des Zugangs zu schnellen Zahlungsoptionen. Dies schließt auch Transaktionen an Wochenenden, Feiertagen oder außerhalb regulärer Banköffnungszeiten ein. BVNK gibt an, jährlich über 30 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Zahlungen abzuwickeln und verfügt über Lizenzen in den USA, Großbritannien und der EU.

Visa Ventures, der Risikokapitalarm von Visa, hat bereits im Mai 2025 in BVNK investiert, was die strategische Bedeutung dieser Partnerschaft unterstreicht.

Die Kooperation baut auf einer bereits bestehenden strategischen Beziehung auf. Die Investition von Visa Ventures in BVNK im Mai 2025 bekräftigt Visas Engagement für Stablecoin-Technologien zur Gestaltung zukünftiger Zahlungsdienste. Globale Stablecoin-Volumina erreichten im Jahr 2025 laut Visa Onchain Analytics 27 Billionen US-Dollar bei 1,25 Milliarden Transaktionen.

Die Pilotphase des neuen Programms startet in Regionen mit hoher Nachfrage nach digitalen Asset-Zahlungen. Eine breitere Einführung ist geplant und soll sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Mark Nelsen von Visa hob das Potenzial von Stablecoins für globale Zahlungen hervor.