Die NCAA hat die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufgefordert, Vorhersagemärkte für den College-Sport auszusetzen. NCAA-Präsident Charlie Baker sieht darin im Wesentlichen Sportwetten ohne angemessene Schutzvorkehrungen und warnt vor katastrophalen Risiken für studentische Athleten. Er fordert eine robuste Regulierung bis zur Schaffung eines sichereren Systems.
In einem dringenden Schreiben vom 14. Januar 2026 an den CFTC-Vorsitzenden Michael Selig äußerte NCAA-Präsident Charlie Baker tiefe Besorgnis über das Fehlen regulatorischer Leitplanken bei diesen Plattformen. Er betonte, dass Märkte, die Wetten auf Spielergebnisse, Spreads und Gesamtergebnisse ermöglichen, funktional nicht von Sportwetten zu unterscheiden seien. Da sie jedoch dem Bundeswarenrecht unterliegen, könnten Betreiber wichtige Schutzstandards wie Altersbeschränkungen und Integritätsüberwachung umgehen.
Die NCAA warnt, dass Verträge mit einzelnen Spielern Anreize für Zwang und Belästigung schaffen könnten, was katastrophale Risiken für Athleten birgt.
Ein besonderer Fokus der NCAA liegt auf dem Schutz der studentischen Athleten. Die Möglichkeit, Verträge mit individuellen Spielern zu verknüpfen, könnte zu unerwünschtem Druck und Belästigung führen. Dies stelle ein katastrophales Risiko für die Athleten und das gesamte Ökosystem des College-Sports dar. Zudem warnt die NCAA davor, dass die Vermarktung dieser Produkte als Finanzhandel Nutzer in die Irre führen könnte, da sportliche Ergebnisse von Natur aus zufällig seien.
Die NCAA fordert konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Integrität. Dazu gehören die Geolokalisierung von Wettenden, der Informationsaustausch zwischen Betreibern, Beschränkungen für Wetten auf individuelle Ereignisse („Prop“-Wetten) sowie die formelle Einbindung nationaler Sportverbände in die Gestaltung und Aufsicht der Märkte.
Das Handelsvolumen für College-Sport-bezogene Verträge auf Polymarket wird auf rund 320 Millionen US-Dollar geschätzt.
Die dezentrale Wettplattform Polymarket verzeichnete ein Handelsvolumen von etwa 320 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit College-Sport. Die CFTC ist für die bundesweite Regulierung des Event-Handels zuständig, verfolgt aber bisher einen zurückhaltenden Ansatz. Während Betreiber wie Kalshi weitere Sportprodukte einführen, wächst die Debatte darüber, ob diese Märkte als Sportwetten eingestuft werden sollten, was bereits zu behördlichen Unterlassungsanordnungen geführt hat.




