Die London Stock Exchange Group (LSEG) hat mit Digital Settlement House (DiSH) eine innovative Plattform zur Abwicklung von Transaktionen auf Blockchain-Basis eingeführt. Der Dienst ermöglicht den Transfer von echtem Geschäftsbankengeld und zielt auf eine revolutionäre Beschleunigung der Finanzabwicklung ab, indem er sofortige und 24/7 verfügbare Transaktionen über verschiedene Netzwerke hinweg unterstützt.
Das Kernstück von DiSH ist DiSH Cash, eine digitale Repräsentation von Geschäftsbankeinlagen. Anders als bei Stablecoins handelt es sich um tokenisierte Forderungen auf reale Bankguthaben, die bei Geschäftsbanken gehalten werden. Dies ermöglicht Marktteilnehmern, sofortige Eigentumsrechte an diesen Einlagen zu erwerben und Geld rund um die Uhr über verschiedene Währungen und Jurisdiktionen hinweg zu transferieren.
DiSH löst langjährige Probleme in der Nachhandelsabwicklung, bei denen Gelder und Vermögenswerte oft stunden- oder tagelang blockiert sind.
Der Dienst zielt darauf ab, Abwicklungsrisiken durch verkürzte Abwicklungszeiten, synchronisierte Abwicklung und erhöhte Sicherheitenverfügbarkeit zu reduzieren. Anwender können durch DiSH blockierte Vermögenswerte freisetzen und ihre Liquidität durch neue Instrumente für die Intraday-Kreditaufnahme und -vergabe optimieren. DiSH unterstützt sowohl Payment-versus-Payment (PvP) als auch Delivery-versus-Payment (DvP) Transaktionen für beliebige Vermögenswerte.
Die Plattform kann die Abwicklung auf ihrem eigenen Ledger durchführen oder als Notar für Transaktionen in anderen Netzwerken agieren. Sie ist offen zugänglich und interoperabel mit bestehenden Distributed-Ledger-Technologien (DLT) sowie traditioneller Finanzinfrastruktur. Dies wurde in einem erfolgreichen Proof-of-Concept im Canton Network mit führenden Finanzinstituten demonstriert.
Im Oktober 2025 investierten elf globale Banken in die LSEG Post Trade Solutions Division, die DiSH betreibt, und sind sowohl Stakeholder als auch zukünftige Nutzer.
Zu den investierenden Banken gehören Branchengrößen wie Bank of America, Barclays, BNP Paribas, Citi, Deutsche Bank, HSBC, J.P. Morgan, Morgan Stanley, Nomura, Societe Generale und UBS. Diese Institute halten gemeinsam einen Anteil von 20 % an der Division.




