Google Play führt ab dem 28. Januar 2026 in Südkorea neue Richtlinien für Kryptowährungsbörsen ein. Ausländische Plattformen müssen sich als Virtual Asset Service Provider (VASP) registrieren, um ihre Apps weiterhin im südkoreanischen Google Play Store anbieten zu können. Dies ist Teil von Südkoreas Bestrebungen zur Stärkung der Regulierung und zur Prävention von Geldwäsche.
Die überarbeiteten Richtlinien von Google Play fordern, dass alle Krypto-Apps, die über den südkoreanischen Markt vertrieben werden, die nationalen Finanzgesetze einhalten und das Prüfverfahren der südkoreanischen Financial Intelligence Unit (FIU) erfolgreich durchlaufen. Plattformen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden aus dem Store entfernt und sind weder für neue Downloads noch für Updates verfügbar.
Nur Apps von Krypto-Plattformen, die die notwendige Registrierung oder Lizenz für Südkorea besitzen, dürfen weiterhin im Google Play Store gelistet oder aktualisiert werden.
Während große südkoreanische Börsen wie Upbit und Bithumb bereits über die erforderlichen VASP-Lizenzen verfügen, stehen viele ausländische Anbieter wie Binance oder OKX derzeit ohne diese Genehmigung da. Dies könnte den Zugang für südkoreanische Anleger zu globalen Handelsplattformen erheblich einschränken. Nicht-verwahrte Wallets, bei denen Nutzer die volle Kontrolle über ihre privaten Schlüssel behalten, sind von dieser neuen Anforderung ausgenommen.
Diese Maßnahmen sind Teil der fortlaufenden Bemühungen Südkoreas, den Markt für virtuelle Vermögenswerte zu überwachen. Bereits im März 2025 hatte Google Play auf Anfrage südkoreanischer Regulierungsbehörden den Zugang zu 17 nicht registrierten ausländischen Krypto-Börsen eingeschränkt, um Geldwäsche zu verhindern und Anleger zu schützen.
Die neuen Google Play-Richtlinien zielen darauf ab, die Einhaltung lokaler Finanzgesetze zu stärken, die Sicherheit zu erhöhen und Geldwäsche zu verhindern.




