Ripple stärkt Europa-Präsenz durch regulatorische Erfolge

Das Blockchain-Unternehmen Ripple treibt seine europäische Expansion voran und profitiert von zunehmender regulatorischer Klarheit. Mit bedeutenden Genehmigungen in Luxemburg und dem Vereinigten Königreich baut Ripple seine Infrastruktur für grenzüberschreitende Zahlungen und digitale Vermögenswerte in Europa aus.

Ripple hat in Europa bedeutende Fortschritte gemacht. In Luxemburg erhielt das Unternehmen eine vorläufige Genehmigung als Electronic Money Institution (EMI) von der CSSF. Dies ist ein wichtiger Schritt zur vollständigen Lizenzierung, die Ripple ermöglichen würde, regulierte Zahlungsdienste mit digitalen Vermögenswerten in der gesamten EU anzubieten. Bereits zuvor hatte Ripple im Vereinigten Königreich eine EMI-Lizenz und eine Krypto-Asset-Registrierung von der Financial Conduct Authority (FCA) erhalten. Zudem strebt Ripple die Konformität mit der EU-weiten Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung an.

Die europäische Strategie von Ripple beinhaltet strategische Partnerschaften und die Einführung neuer Produkte. So wurde im Mai 2025 der MiCA-konforme Euro-Stablecoin „Schuman Financial Euro“ auf dem XRP Ledger eingeführt. Jüngst kündigte die LMAX Group eine Partnerschaft mit Ripple an, um die institutionelle Akzeptanz von Stablecoins zu beschleunigen, indem Ripples Stablecoin RLUSD in ihre Handelsinfrastruktur integriert wird. Ripple engagiert sich auch im Bereich Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) und unterstützt die Digital Euro Association (DEA).

Die Europäische Zentralbank wählte im Juni 2025 den XRP Ledger als eine Plattform für das Pilotprogramm des Digitalen Euro zur Erprobung von Echtzeit-Grenzüberschreitenden Zahlungen aus.

Der native Token XRP spielt eine zentrale Rolle im On-Demand Liquidity (ODL)-Dienst von Ripple. ODL nutzt XRP als Brückenwährung für schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Transaktionen. Dies reduziert die Notwendigkeit für Banken, Vorauszahlungen in Ziellandwährungen zu halten, minimiert Wechselkursrisiken und verringert die Betriebskomplexität. Ripple Payments hat bereits Transaktionen im Wert von über 95 Milliarden US-Dollar abgewickelt und deckt mehr als 90 Prozent der globalen Devisenmärkte ab.

Die zukünftige Preisentwicklung von XRP ist von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter Marktnachfrage, technologische Fortschritte und regulatorische Nachrichten. Positive regulatorische Entwicklungen wie die europäischen Lizenzen können das Vertrauen der Anleger stärken. Jedoch ist der Kryptowährungsmarkt volatil, und Preisprognosen bleiben spekulativ. Kurzfristig reagiert der XRP-Kurs oft auf technische Faktoren und die allgemeine Marktdynamik.

Nach der Meldung über die luxemburgische Genehmigung stieg der XRP-Kurs kurzzeitig um etwa 4 %, gab jedoch später wieder nach. Die erhöhte 30-Tage-Volatilität unterstreicht das schwankungsintensive Umfeld.

Ripples Expansion in Europa zielt auf regulatorische Compliance, strategische Partnerschaften und die Förderung der XRP-basierten Zahlungstechnologie ab. Die jüngsten Lizenzierungen positionieren Ripple als einen zunehmend regulierten Akteur im europäischen Finanzsektor, was das Potenzial für eine breitere institutionelle Akzeptanz von XRP erhöht.