Die Ethereum-Netzwerkstabilität wird durch einen signifikanten Rückgang der ‚Exit-Warteschlange‘ auf nahezu null und einen gleichzeitigen Anstieg der Staking-Nachfrage gestärkt. Dies deutet auf ein wachsendes Vertrauen der Investoren und eine Verringerung des Verkaufsdrucks hin.
Die Warteschlange für Validatoren, die ihre Beteiligung am Ethereum-Netzwerk beenden möchten, ist auf nur noch 32 ETH gesunken, mit einer geschätzten Wartezeit von etwa einer Minute. Dies markiert den niedrigsten Stand seit Juli des Vorjahres. Mitte September 2023 erreichte die Exit-Warteschlange mit rund 2,67 Millionen ETH ihren Höchststand. Der Rückgang um 99,9 % seitdem signalisiert nachlassende Sorgen bezüglich eines erhöhten Verkaufsdrucks durch freigegebene ETH.
Eine leere Exit-Warteschlange ist ein positives Zeichen für die Netzwerkintegrität und das Vertrauen der Investoren, da sie signalisiert, dass Validatoren nicht in großer Zahl ihre Einsätze abziehen möchten.
Parallel dazu verzeichnet die Entry-Warteschlange für neue Validatoren einen erheblichen Anstieg auf 1,3 Millionen ETH, den höchsten Stand seit Mitte November. Insgesamt sind nun über 36 Millionen ETH im Ethereum-Netzwerk gestaked, was etwa 29,68 % des Gesamtangebots ausmacht.
Mehrere Faktoren treiben die steigende Staking-Nachfrage an. Dazu zählen eine verbesserte regulatorische Klarheit in den USA und Europa, ein wachsendes institutionelles Interesse von Schwergewichten wie BitMEX und ETFs, sowie die Akquisition von über 659.219 ETH durch BitMine. Netzwerk-Upgrades zur Skalierung und die Möglichkeit, durch Staking passive Einkommen zu erzielen, stärken ebenfalls das Vertrauen in die langfristigen Aussichten von Ethereum.
Die Entry- und Exit-Warteschlangen sind Kernmechanismen von Ethereums Proof-of-Stake-Konsens. Sie fungieren als Puffer, um die Rate von Beitritt und Austritt von Validatoren zu begrenzen und so die Stabilität des Netzwerks zu gewährleisten. Das maximale tägliche Churn Limit liegt bei etwa 57.600 ETH.




