Der Bitcoin-Derivatemarkt erlebt eine signifikante Verschiebung: Das Open Interest (OI) bei Bitcoin-Optionen hat das der Futures-Kontrakte übertroffen. Dieser Trend, der seit Juli 2025 zu beobachten ist, deutet auf einen Wandel bei institutionellen Akteuren hin, die nun Risikomanagementstrategien bevorzugen.
Anfang Januar 2026 erreichte das aggregierte Open Interest bei Bitcoin-Optionen rund 65 Milliarden US-Dollar, während das der Futures etwa 60 Milliarden US-Dollar betrug. Eine Quelle vom 18. Januar 2026 nennt sogar 74,1 Milliarden US-Dollar für Optionen gegenüber 65,22 Milliarden US-Dollar für Futures. Diese Dominanz der Optionen besteht seit Juli 2025.
Institutionelle Anleger treiben diesen Trend. Sie nutzen Optionen zur Absicherung von Portfolios und für Volatilitätsstrategien. BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) macht laut Daten rund 33 Milliarden US-Dollar des Open Interest bei Bitcoin-Optionen aus, was 52 % des Marktes entspricht. Die Optionen für IBIT wurden im November 2024 eingeführt. Die Nasdaq ISE beantragte eine Erhöhung der Positionslimits, was die starke institutionelle Nachfrage unterstreicht.
Optionen gewähren das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis vor einem Verfallsdatum zu kaufen oder zu verkaufen.
Historisch war die Dominanz von Futures mit höherer Hebelwirkung und stärkeren Preisschwankungen verbunden. Die wachsende Bedeutung von Optionen deutet auf einen reiferen Markt hin, der widerstandsfähiger gegen Liquidationskaskaden sein könnte. Ende 2025 sank das Futures-OI, da gehebelte Positionen bei einem Bitcoin-Rückgang um 35 % „ausradiert“ wurden.
Optionen können Stabilität bieten, während Futures bei starken Marktbewegungen zu Zusammenbrüchen führen können.
Das „unsichtbare Getriebe“ der Optionshändler, die Bitcoin-Engagements neu ausbalancieren, kann den Preis stärker beeinflussen als die Marktstimmung. Dies könnte die Hebelwirkung von Privatanlegern „einklemmen“, da Absicherungsaktivitäten institutioneller Akteure die Preisbewegungen beeinflussen, die Privatanleger nicht vorhersehen können.




