Krypto-Hacks: Fast 80% der Projekte erholen sich nie ganz

Krypto-Projekte, die Opfer von größeren Hacks werden, kämpfen oft um ihre vollständige Genesung. Laut Experten erholen sich fast vier von fünf Projekten nie wieder vollständig, was weitreichende Konsequenzen nach sich zieht. Hauptursachen sind hierbei nicht nur der finanzielle Verlust, sondern vor allem der Zusammenbruch des Betriebs und des Vertrauens.

Der CEO der Web3-Sicherheitsplattform Immunefi, Mitchell Amador, erklärt, dass die mangelnde Erholung nach Krypto-Hacks primär auf den Betriebs- und Vertrauensverlust zurückzuführen ist, nicht allein auf den finanziellen Schaden. Viele Protokolle geraten nach einem Exploit in eine operative Lähmung, da die Teams oft die Tragweite des Problems unterschätzen und schlecht auf solche Sicherheitsvorfälle vorbereitet sind.

Nutzer ziehen schnell ihre Gelder ab, was zu einem schnellen Vertrauensverlust bei der Community und Partnern führt. Die Liquidität des Projekts versiegt.

Die Auswirkungen eines Hacks sind vielschichtig. Dazu zählen ein massiver Vertrauensverlust, der Abzug von Partnern und die daraus resultierende Illiquidität. Auch der Reputationsschaden kann dauerhaft sein, sodass Projekte scheitern, selbst wenn technische Schwachstellen behoben wurden. In den ersten Stunden nach einem Einbruch sind die Schäden oft am gravierendsten. Ohne einen klaren Notfallplan zögern Teams, unterschätzen das Ausmaß und verlangsamen die Entscheidungsfindung, was zu weiteren Verlusten führen kann.

Die finanziellen Verluste durch Krypto-Hacks sind erheblich. Im Jahr 2025 erreichten sie 3,4 Milliarden US-Dollar, die höchste Summe seit 2022. Drei Vorfälle machten fast 70 % dieses Schadens aus, wobei der Bybit-Exploit mit 1,4 Milliarden US-Dollar der größte war. Im Jahr 2024 wurden Kryptowährungen im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar gestohlen.

Auch einfache menschliche Fehler wie geleakte private Schlüssel oder Social-Engineering-Angriffe werden zunehmend häufiger als Ursache für Krypto-Hacks.

Die Art der Sicherheitsbedrohungen entwickelt sich weiter. Neben Schwachstellen in Smart Contracts werden auch einfache menschliche Fehler wie geleakte private Schlüssel oder Social-Engineering-Angriffe immer häufiger. Eine Studie von Immunefi aus dem Jahr 2024 ergab, dass 77,8 % der gehackten Token sechs Monate nach den Exploits negative Preisauswirkungen aufwiesen.