Anfang 2026 zeigen sich deutliche Unterschiede in der Performance von Sachwerten und digitalen Anlagen. Während der Markt für Luxusuhren wie Rolex und Patek Philippe eine Erholung und Preissteigerungen verzeichnet, kämpft der Bitcoin mit erheblichen Rückgängen.
Der Luxusuhrenmarkt behauptet sich robust, angeführt von etablierten Marken. Rolex hat seine Einzelhandelspreise Anfang 2026 erneut angehoben, was je nach Modell und Material zwischen 2,5 % und fast 6 % ausmacht. Edelstahlmodelle verzeichneten durchschnittlich rund 5,6 % Preisanstieg, während Goldmodelle mit durchschnittlich etwa 8,7 % stärkere Zuwächse zeigten. Beispielsweise stieg der Preis einer Rolex Submariner Date in Europa um ca. 2,8 % auf 11.100 €.
In den USA verzeichneten Rolex-Uhren zu Jahresbeginn 2026 durchschnittlich 7 % Preissteigerung. So erhöhte sich der Preis einer Submariner (Ref. 124060) um 6,2 % auf 10.050 USD und einer Daytona (Ref. 126500LN) um 5,6 % auf 16.900 USD. Patek Philippe plant ab dem 1. Februar 2026 eine Preisanpassung in den USA, die aufgrund reduzierter US-Zolltarife für einige Modelle eine Senkung um bis zu 8 % vorsieht. Außerhalb der USA wird ein Preisanstieg von etwa 4 % erwartet.
Reiche Käufer konsolidieren ihre Vermögenswerte in erstklassigen Uhren und nutzen diese als Absicherung gegen Währungsabwertung. Der Sekundärmarkt für Luxusuhren erreichte seinen höchsten Stand seit Oktober 2023.
Der Sekundärmarkt für Patek Philippe, der 2023 einen Rückgang von 17 % verzeichnete, hat sich bis 2026 stabilisiert und zeigte im letzten Quartal ein Wachstum von 3,9 %. Sportmodelle aus Stahl, wie die Aquanaut 5167A, werden auf dem Sekundärmarkt zwischen 45.000 und 70.000 US-Dollar gehandelt. Patek Philippe zeigte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, mit einem Preisanstieg von 2,8 % im Jahresverlauf 2025, getragen von Sportkollektionen wie der Aquanaut und Nautilus.
Im krassen Gegensatz dazu kämpft der Bitcoin-Markt Anfang 2026 mit erheblichen Schwierigkeiten. Der Bitcoin-Preis fiel an sechs aufeinanderfolgenden Tagen und erreichte am 3. Januar 2026 seinen niedrigsten Stand seit Jahresbeginn. Das BTC/USD-Paar sank unter die wichtige Unterstützungsgrenze von 90.000 US-Dollar und lag 9 % unter seinem Jahreshöchststand.
Die Liquidationen im Kryptomarkt stiegen stark an und überstiegen am 21. Januar 2026 in 24 Stunden 525 Millionen US-Dollar, was die Gesamtliquidierungen innerhalb von drei Tagen auf fast 1,4 Milliarden US-Dollar brachte.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten negative Zuflüsse, nachdem sie zu Beginn des Jahres 2026 erhebliche Summen eingesammelt hatten. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin fiel auf rund 1,78 Billionen US-Dollar, was einen erheblichen Kapitalabfluss widerspiegelt. Dieser Rückgang wird auf eine verringerte Nachfrage nach risikoreichen Vermögenswerten zurückgeführt, was durch zunehmende Marktunsicherheit und Spannungen zwischen den USA und Europa verschärft wird.




