Neue Forschungsprojekte prognostizieren einen unerwarteten Anstieg der US-Inflation im Jahr 2026, was die Annahmen vieler Bitcoin-Investoren über schnelle Zinssenkungen der Federal Reserve in Frage stellt. Diese Entwicklungen könnten die Attraktivität von risikoreichen Anlagen wie Kryptowährungen beeinträchtigen.
Eine aktuelle Studie von Adam Posen (Peterson Institute for International Economics) und Peter R. Orszag (Lazard) warnt vor einem möglichen Wiederanstieg der US-Inflation bis 2026, mit potenziellen Spitzenwerten über 4 %. Diese Prognose widerspricht der verbreiteten Erwartung einer schrittweisen Rückkehr zur 2-Prozent-Zielmarke der Federal Reserve.
Verzögerte Auswirkungen von Zöllen, ein angespannter Arbeitsmarkt und eine lockerere Fiskalpolitik werden als Haupttreiber für den prognostizierten Inflationsanstieg genannt.
Die vollständige Weitergabe von Zöllen könnte die Gesamtinflation bis Mitte 2026 um 0,5 Prozentpunkte erhöhen. Gleichzeitig könnten Arbeitskräftemängel in bestimmten Sektoren zu Lohnsteigerungen führen, die die Dienstleistungsinflation weiter anheizen.
Ein erneuter Inflationsanstieg würde es der Federal Reserve erschweren, die Zinsen zu senken. Dies enttäuscht Bitcoin-Investoren, die auf günstigere Kreditbedingungen für Kryptowährungen hoffen. Steigende Anleiherenditen, wie die 10-jährige US-Staatsanleihe, machen riskantere Anlagen zunehmend unattraktiv.
Trotz der Warnungen prognostizieren einige Institute wie Goldman Sachs eine Kern-PCE-Inflation von 2,1 % bis Ende 2026.
Andere Prognosen von RBC Economics und Morgan Stanley sehen die Kerninflation für 2026 im Bereich von 2,5 % bis 3,0 %. J.P. Morgan Global Research erwartet ebenfalls eine hartnäckige Inflation für 2026.
Einige Experten betrachten Bitcoin aufgrund seines begrenzten Angebots als potenziellen Schutz vor Inflation, ähnlich wie ‚digitales Gold‘.




