Die US-Börse Nasdaq plant, die bestehenden Positions- und Ausübungslimits für Optionen auf Spot Bitcoin und Ether ETFs aufzuheben. Dieser strategische Schritt soll Krypto-Derivate traditionellen Rohstoff-ETFs gleichstellen und eine tiefere Integration in die Finanzmärkte ermöglichen. Die SEC prüft derzeit die Anträge, wobei eine Entscheidung bis Ende Februar erwartet wird.
Die Nasdaq hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Antrag auf Regeländerung eingereicht, um die Beschränkungen für Optionen auf Spot Bitcoin und Ether Exchange Traded Funds (ETFs) aufzuheben. Ziel ist es, Krypto-Derivate denjenigen traditioneller rohstoffbasierter Fonds gleichzustellen. Der Antrag wurde am 21. Januar 2026 wirksam, da die SEC auf die übliche 30-tägige Wartefrist verzichtete, behält sich aber eine Aussetzung zur weiteren Prüfung vor.
Konkret sollen die bisherigen Obergrenzen von 25.000 Kontrakten für Optionen auf Bitcoin- und Ethereum-ETFs, die an der Nasdaq gelistet sind, entfallen. Dies betrifft Produkte von Emittenten wie BlackRock (iShares Bitcoin Trust ETF, IBIT), Fidelity, Grayscale, Bitwise, ARK/21Shares und VanEck. Nach der Regeländerung würden diese Krypto-ETFs den allgemeinen Positionslimits der Nasdaq Options Market Rules unterliegen, die für liquide Basiswerte bis zu 250.000 Kontrakte betragen können.
Für den BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT) wurde zudem die Anhebung der Positionslimits von 250.000 auf 1 Million Kontrakte beantragt.
Die Nasdaq begründet den Antrag damit, dass Krypto-ETF-Optionen „in der gleichen Weise wie alle anderen zur Notierung qualifizierten Optionen“ behandelt werden sollten. Dies würde eine ungleiche Behandlung beseitigen, ohne den Anlegerschutz zu beeinträchtigen. Die Börse erwartet, dass die Änderung die Markteffizienz fördert und gleichzeitig Schutzmaßnahmen gegen Manipulation und übermäßige Risiken beibehält.
Dieser Schritt folgt auf die Genehmigung der Nasdaq Ende 2025, Optionen auf Single-Asset-Krypto-ETFs als rohstoffbasierte Trusts zu listen. Die Aufhebung der Beschränkungen wird als Katalysator für eine verstärkte institutionelle Akzeptanz und eine Umgestaltung der Marktstruktur gesehen. Bereits 2025 verzeichneten Bitcoin-ETFs Zuflüsse von 29,4 Milliarden US-Dollar. Die Anpassungen sollen es größeren Händlern und institutionellen Anlegern ermöglichen, umfangreichere Positionen aufzubauen, was die Markttiefe und Liquidität erhöhen soll.
Die Anpassungen sollen größeren Händlern und institutionellen Anlegern ermöglichen, umfangreichere Positionen aufzubauen, was die Markttiefe und Liquidität erhöhen soll.




