GameStop hat seine gesamten Bitcoin-Bestände, im Wert von über 420 Millionen US-Dollar, an Coinbase Prime transferiert. Dieser Vorgang am 24. Januar 2026 schürt Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Kryptowährung durch das Unternehmen, da solche Transfers oft auf bevorstehende Verkäufe hindeuten.
Die auf den On-Chain-Daten basierende Transaktion umfasste alle 4.710 Bitcoin (BTC) des Unternehmens, die in ein Coinbase Prime-Wallet verschoben wurden. Diese Plattform wird häufig von institutionellen Anlegern für größere Transaktionen genutzt. Nach dem Transfer war das Wallet von GameStop leer. Blockchain-Analysefirmen wie CryptoQuant werten solche Bewegungen als starkes Indiz für einen Verkaufsabsicht.
GameStop hatte seine Bitcoin-Reserven zwischen dem 14. und 23. Mai 2025 erworben. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei etwa 107.900 US-Dollar pro Bitcoin, was einer ursprünglichen Investition von 504 bis 513 Millionen US-Dollar entsprach. Zum Zeitpunkt des Transfers, bei einem Bitcoin-Preis zwischen 89.400 und 90.800 US-Dollar, waren die Bestände rund 420 bis 421,54 Millionen US-Dollar wert. Ein Verkauf zu diesem Zeitpunkt würde zu einem geschätzten Verlust von 76 bis über 80 Millionen US-Dollar führen.
GameStop hat bisher nicht offiziell bestätigt, ob ein Verkauf der Bitcoin-Bestände stattgefunden hat oder geplant ist.
Die Entscheidung, eine Bitcoin-Schatzkammer aufzubauen, fiel im Jahr 2025, nachdem CEO Ryan Cohen im Februar desselben Jahres eine strategische Diskussion mit Michael Saylor über Unternehmensstrategien für Bitcoin-Bestände führte.
Obwohl die Menge der transferierten 4.710 BTC im Verhältnis zum täglichen Handelsvolumen als relativ gering gilt, hat die Transaktion das Marktsentiment negativ beeinflusst. So verzeichnete beispielsweise BlackRocks Bitcoin ETF Abflüsse von 101,6 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig erhöhte GameStop-CEO Ryan Cohen seinen Anteil am Unternehmen durch den Kauf von 500.000 GME-Aktien im Wert von über 10 Millionen US-Dollar, was den Aktienkurs des Einzelhändlers um mehr als 3 % steigen ließ.




