Krypto-ETFs mit Staking bieten die Möglichkeit, von Kursentwicklungen und zusätzlichen Erträgen durch das Hinterlegen von Kryptowährungen zu profitieren. Diese Anlageform kann potenziell höhere Renditen erzielen, birgt jedoch auch signifikante Risiken und ist daher nicht für jeden Anleger geeignet. Eine sorgfältige Risikoabwägung ist unerlässlich.
Krypto-ETFs (Exchange Traded Funds) mit Staking sind Investmentfonds, die in Kryptowährungen investieren und diese im Rahmen des Staking-Prozesses einsetzen. Beim Staking werden Kryptowährungen, die auf einem Proof-of-Stake-Mechanismus basieren, für eine bestimmte Zeit im Netzwerk hinterlegt, um dessen Sicherheit zu unterstützen. Diese Aktivität wird mit zusätzlichen Coins vergütet, was Anlegern eine Form des passiven Einkommens ermöglichen kann.
Beispielsweise lagen die jährlichen Renditen (APY) für Ethereum (ETH) Staking bei etwa 2 % bis 3,5 %, während Solana (SOL) Staking etwa 5 % APY bot.
Die Kombination aus Kursentwicklung der Kryptowährung und Staking-Erträgen kann zu höheren Gesamtrenditen führen als bei reinen Spot-ETFs. Experten vergleichen einen Ethereum-ETF ohne Staking-Funktion mit dem Kauf einer Anleihe ohne Zinsen, was die zusätzliche Ertragsmöglichkeit betont.
Trotz des Renditepotenzials bergen Krypto-ETFs mit Staking diverse Risiken. Dazu zählen die hohe Volatilität des Kryptomarktes, bei der Wertverluste die Staking-Renditen schmälern können. Liquiditätsrisiken und Sperrfristen für gestakte Vermögenswerte schränken die Flexibilität ein. Zudem drohen bei Fehlverhalten von Validatoren Slashing-Strafen, die zum Verlust der hinterlegten Coins führen können. Technische Risiken im Zusammenhang mit Blockchain und Staking-Plattformen sowie regulatorische Unsicherheiten, insbesondere bezüglich der Zulassung durch Aufsichtsbehörden, stellen weitere Herausforderungen dar.
Regulatorische Beschränkungen können dazu führen, dass ETFs nur einen Teil ihrer Bestände staken dürfen, um die Liquidität für Rücknahmen zu gewährleisten.
Anleger sollten vor einer Investition die spezifischen Vorteile und Risiken genau prüfen und sich der inhärenten Volatilität sowie der sich entwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen bewusst sein. Auch das Vertrauensrisiko bei Staking-Projekten und anfallende Verwaltungsgebühren sind zu berücksichtigen.




