South Dakota: Neuer Gesetzentwurf für Bitcoin-Reserve des Staates

Ein Gesetzgeber in South Dakota hat einen neuen Gesetzentwurf zur Schaffung einer Bitcoin-Reserve für den Bundesstaat vorgestellt. Der Entwurf zielt darauf ab, bis zu 10% der öffentlichen Gelder für Bitcoin-Investitionen freizugeben, was den Staat in die Reihe von Vorreitern in den USA stellen könnte.

Der republikanische Abgeordnete Logan Manhart hat am 27. Januar 2026 den Gesetzentwurf HB 1155 in der Legislative von South Dakota eingereicht. Dieser Entwurf erlaubt dem State Investment Council, bis zu zehn Prozent der verfügbaren öffentlichen Gelder in Bitcoin (BTC) anzulegen. Zur sicheren Verwahrung sind mehrere Optionen vorgesehen: direkte Verwahrung durch den Investment Council mit exklusiver Kontrolle über private Schlüssel, die an mindestens zwei geografisch getrennten Orten in verschlüsselten und hardwaregesicherten Umgebungen gelagert werden, oder Investitionen über qualifizierte Depotbanken oder börsengehandelte Produkte (ETPs).

Der Gesetzentwurf beinhaltet detaillierte Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören eine Mehrparteien-Governance für Transaktionsgenehmigungen, strenge Benutzerzugriffskontrollen, umfangreiche Audit-Protokolle sowie regelmäßige Code-Audits, Penetrationstests und Notfallwiederherstellungsprotokolle. Abgeordneter Manhart erklärte zur Einführung: „Strong money. Strong state.“

Der Entwurf sieht verschiedene Optionen für eine sichere Verwahrung der Bitcoin vor, darunter die direkte Verwahrung durch den Investment Council mit exklusiver Kontrolle über private Schlüssel.

Bereits im Vorjahr, 2025, brachte Manhart einen ähnlichen Gesetzentwurf (HB 1202) ein, der jedoch keine Verabschiedung fand. Sollte der aktuelle Entwurf Erfolg haben, würde sich South Dakota anderen Staaten wie Texas und Arizona anschließen, die bereits ähnliche Strategien zur Prüfung oder Genehmigung von Bitcoin-Reserven verfolgen.

Neben der Bitcoin-Reserveinitiative gibt es in South Dakota weitere Gesetzesvorhaben im Krypto-Bereich. Der Senatsentwurf 98 (Senate Bill 98) aus dem Jahr 2026 zielt darauf ab, Betrug im Zusammenhang mit Krypto-Geldautomaten zu bekämpfen. Zudem plant Generalstaatsanwalt Marty Jackley die Einführung von Gesetzen, die es Strafverfolgungsbehörden ermöglichen sollen, digitale Währungskonten im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen zu beschlagnahmen, nachdem im Jahr 2024 Verluste durch Kryptowährungsbetrug in Höhe von 13,8 Millionen US-Dollar gemeldet wurden.

Regelmäßige Code-Audits, Penetrationstests und Notfallwiederherstellungsprotokolle sollen die Sicherheit der Staatsvermögen gewährleisten.