Fidelity startet eigenen Stablecoin FIDD für alle Anleger

Fidelity Investments, ein Finanzriese mit rund 6 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen, erweitert sein Angebot um den eigenen Stablecoin namens „Fidelity Digital Dollar“ (FIDD). Dieser an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin soll sowohl Privat- als auch Institutionellen Anlegern zugänglich gemacht werden und markiert einen bedeutenden Schritt in der Integration digitaler Vermögenswerte in die traditionelle Finanzwelt.

Die Ausgabe des FIDD erfolgt über Fidelity Digital Assets, National Association, eine nationale Treuhandbank, die im Dezember des Vorjahres eine bedingte Genehmigung vom U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erhielt. Fidelity ist bereits seit 2018 im Bereich digitaler Vermögenswerte aktiv und forscht seit 2014 zu Bitcoin und Blockchain-Technologie.

Der FIDD ist im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gebunden und wird durch US-Dollar-Reserven sowie kurzfristige US-Staatsanleihen gedeckt. Die Verwaltung dieser Reserven obliegt der Fidelity Management & Research Company LLC. Diese Struktur erfüllt die Anforderungen des im Juli verabschiedeten „Genius Act“, dem ersten bundesweiten Regulierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten.

Stablecoins gewinnen zunehmend als grundlegende Zahlungs- und Abwicklungsinstrumente an Bedeutung.

Kunden können den FIDD auf den Fidelity-Plattformen Fidelity Digital Assets, Fidelity Crypto und Fidelity Crypto for Wealth Managers nutzen. Zudem ist er an Krypto-Börsen handelbar und kann an jede Adresse im Ethereum-Mainnet übertragen werden.

Mike O’Reilly, Präsident von Fidelity Digital Assets, betont die Vorteile von Stablecoins wie Echtzeit-Abwicklung rund um die Uhr und kostengünstiges Treasury-Management. Der FIDD ist speziell für die 24/7-Abwicklung im institutionellen Handel und für On-Chain-Zahlungen im Privatkundensegment konzipiert. Fidelity zielt darauf ab, eine Brücke zwischen traditionellen Finanzsystemen und Krypto-Ökosystemen zu schlagen.

Die bedingte Genehmigung von nationalen Treuhandbank-Lizenzen durch das OCC ist ein klares Signal für die Integration von Kryptowährungen in das US-Bankensystem.

Die wachsende Akzeptanz von Stablecoins zeigt sich auch im breiteren Markt, wo Unternehmen wie PayPal und J.P. Morgan ähnliche Initiativen verfolgen. Analysen deuten darauf hin, dass Stablecoins bis 2028 erhebliche Einlagen von Banken abziehen könnten.