El Salvador diversifiziert Reserven: Goldkauf neben Bitcoin-Strategie

El Salvador hat seine nationalen Reserven durch den Erwerb von Gold im Wert von 50 Millionen US-Dollar diversifiziert, den ersten seit 1990. Diese Maßnahme ergänzt die fortlaufende Strategie des Kaufs von Bitcoin, das das Land als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat.

Die Zentralbank von El Salvador, die Banco Central de Reserva, gab den Kauf von 13.999 Unzen Gold bekannt. Damit erhöht sich der gesamte Goldbestand des Landes auf 58.105 Unzen, deren aktueller Wert auf etwa 207 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Die Beimischung von Gold dient als Absicherung gegen wirtschaftliche Instabilität und zur Ergänzung der digitalen Währungsbestände.

Gleichzeitig setzt die Regierung unter Präsident Nayib Bukele ihre Strategie fort, Bitcoin zu kaufen. El Salvador war 2021 das erste Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführte.

Berichten zufolge erwirbt die Regierung seit 2022 täglich einen Bitcoin. Die aktuellen Bitcoin-Bestände belaufen sich auf über 6.283 BTC, was einem Wert von mehr als 750 Millionen US-Dollar entspricht und einen Gewinn von über 150 % seit Beginn des Kaufprogramms erzielt hat. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden die Bitcoin-Bestände zuletzt in 14 separate Wallets aufgeteilt.

Analysten sehen den Goldkauf als eine vorsichtige Anpassung der Reserve-Strategie, insbesondere angesichts der Volatilität von Bitcoin. Dies könnte auch dazu dienen, internationale Partner zu beruhigen und die Bilanz des Landes zu stabilisieren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte das Land im Rahmen einer Kreditfazilität aufgefordert, seine Bitcoin-Käufe zu begrenzen, was offenbar eingehalten wurde.