120 Mio. USD Krypto-Rohstoff-Liquidationswelle

Ein Rückgang der Preise für Gold, Silber und Kupfer hat am 30. Januar 2026 zu einer erheblichen Liquidationswelle von 120 Millionen US-Dollar bei tokenisierten Metallprodukten geführt. Dieses Ereignis unterstreicht die enge Verknüpfung zwischen Kryptomärkten und traditionellen Rohstoffmärkten, die sich nun in digitalen Derivaten widerspiegelt.

Die Preise für Gold und Silber fielen um 4 % bzw. 5,9 %. Kupfer-Futures an der London Metal Exchange (LME) sanken um fast 4 % von einem Höchststand über 14.500 US-Dollar pro Tonne und stabilisierten sich bei rund 13.000 US-Dollar pro Tonne. Dieser Rückgang bei den physischen Metallen zeigte sich rasch in den Kryptomärkten. Der Einbruch erfolgte nach einer Phase starker Preissteigerungen, die unter anderem durch die chinesische Nachfrage, Optimismus hinsichtlich der Energiewende und einen schwächeren US-Dollar getrieben wurden.

Tokenisierte Metallprodukte, die an Kupfer, Gold und Silber gebunden sind, verzeichneten einen ungewöhnlich starken Anstieg der Verluste, als ihre Spotpreise nachgaben.

Über verschiedene Börsen hinweg führten Derivate und Spot-ähnliche Produkte, die mit Metallen verbunden sind, zu kombinierten Liquidationen von rund 120 Millionen US-Dollar innerhalb von 24 Stunden. Silbergebundene Kontrakte waren mit Verlusten von 32 Millionen US-Dollar am stärksten betroffen, gefolgt von Gold- und Kupfer-Futures. Die Preise für tokenisierte Barrenprodukte wie XAU und XAUT fielen um über 7 %.

Diese Liquidationen spiegeln wider, wie Krypto-Plattformen zunehmend als ergänzende Kanäle für Makro-Trades genutzt werden. Als die Metallpreise zuvor stark anstiegen, griffen Händler auf krypto-native Kontrakte zurück, um von Geschwindigkeit, Hebelwirkung und dem Rund-um-die-Uhr-Zugang zu profitieren.

Als die Metallpreise jedoch fielen, wurden dieselben Märkte zu einem Ventil für Risikopositionen, was zu massiven Verwerfungen führte.