Das US-Justizministerium hat die endgültige Einziehung von über 400 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Mixer Helix abgeschlossen. Dieser Schritt erfolgte nach einem Gerichtsbeschluss, der der Regierung die rechtmäßige Eigentümerschaft an den beschlagnahmten Vermögenswerten übertrug und einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen kriminelle Nutzung von digitalen Währungen darstellt.
Helix war ein sogenannter „Mixer“ oder „Tumbler“, der zwischen 2014 und 2017 im Darknet betrieben wurde. Seine Funktion war es, die Herkunft und den Eigentümer von digitalen Geldern zu verschleiern, indem Einzahlungen gebündelt und durch komplexe Transaktionsketten geleitet wurden. Betrieben wurde der Dienst von Larry Dean Harmon aus Akron, Ohio. Er war besonders beliebt bei Nutzern von Darknet-Märkten, um Erlöse aus illegalen Aktivitäten wie Drogenhandel zu waschen.
Während seiner Betriebszeit verarbeitete Helix mindestens etwa 354.468 Bitcoin, die zum Zeitpunkt der Transaktionen einen Wert von rund 300 Millionen US-Dollar hatten.
Harmon integrierte Helix über eine API nahtlos in Darknet-Marktplätze wie AlphaBay, um groß angelegte Geldwäsche zu ermöglichen. Er betrieb zudem Grams, eine mit Helix verbundene Darknet-Suchmaschine.
Ermittlungen des IRS Criminal Investigation (IRS-CI) und Homeland Security Investigations (HSI) führten zur Identifizierung und Verfolgung von Larry Dean Harmon. Harmon wurde im Februar 2020 verhaftet und bekannte sich im August 2021 der Verschwörung zur Geldwäsche schuldig.
Im November 2024 wurde Harmon zu drei Jahren Gefängnis, drei Jahren überwachter Freilassung und der Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von über 400 Millionen US-Dollar verurteilt.
Die nun erfolgte endgültige Einziehung umfasst Kryptowährungen, Immobilien und andere Finanzanlagen. Diese Maßnahme unterstreicht die Fähigkeit der Strafverfolgungsbehörden, digitale Vermögensportfolios zu verfolgen und einzuziehen.




