Lido stVaults: Neue Flexibilität für Ethereum Staking

Lido revolutioniert das Ethereum-Staking mit der Einführung von stVaults. Diese neuen, modularen Smart Contracts öffnen die Staking-Infrastruktur für externe Entwickler und Protokolle, insbesondere für Layer-2-Lösungen.

Die stVaults sind als modulare Bausteine konzipiert, die Erstellern und Node-Betreibern eine umfassende Kontrolle über ihre Staking-Lösungen ermöglichen. Dies erlaubt die Definition maßgeschneiderter Validatorkonfigurationen, Gebührenstrukturen und Risiko-Ertrags-Profile. Dabei bleiben die Dezentralisierung und Sicherheit von Ethereum gewahrt und der Zugang zur stETH-Liquidität erhalten. Staker behalten jederzeit die volle Kontrolle über ihr Kapital und Auszahlungen.

Mit stVaults entwickelt sich Lido von einem einzelnen Liquid-Staking-Produkt zu einer geteilten Staking-Infrastruktur weiter. Dies erleichtert die Entwicklung neuer Staking-Produkte für Entwickler, Layer-2-Netzwerke und institutionelle Betreiber, da sie nicht bei Null beginnen müssen, um die notwendige Infrastruktur aufzubauen.

Layer-2-Skalierungslösungen verbessern die Effizienz von Blockchains wie Ethereum, indem sie Rechenarbeit auf sekundäre Netzwerke verlagern. Durch stVaults können diese L2s eigene Regeln für das Ethereum-Staking festlegen. Dies ist besonders für institutionelle Staker relevant, die bisher operativen und regulatorischen Einschränkungen unterlagen. Sie können nun Operatoren wählen, Validatoren individuell einrichten und dennoch stETH minten.

Ein Beispiel ist das Layer-2-Netzwerk Linea, das stVaults nutzt, um überbrücktes ETH zu staken und die Erträge an Liquiditätsanbieter und Ökosystem-Anreize umzuleiten.

Lido ist das führende Liquid-Staking-Protokoll und verwaltet über 25 % aller gestakten ETH. Mit einem Total Value Locked (TVL) von über 40 Milliarden US-Dollar (Stand Januar 2026) sichert das Protokoll rund 9,7 bis 10 Millionen ETH. Die stVaults-Funktion wurde im Rahmen des Lido V3-Upgrades auf dem Ethereum Mainnet eingeführt.