Die größte digitale Bank Lateinamerikas, Nubank, hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Expansion in die USA unternommen. Sie hat eine vorläufige Genehmigung vom U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erhalten, um zukünftig digitale Vermögenswerte zu verwahren und weitere Bankdienstleistungen anzubieten.
Nubank, auch bekannt als Nu Holdings Ltd., wurde vom OCC eine bedingte Genehmigung zur Gründung einer nationalen Bank in den Vereinigten Staaten erteilt. Diese Genehmigung ist ein zentraler Bestandteil der Wachstumspläne des Unternehmens, das bereits über 127 Millionen Kunden weltweit zählt.
Nach Erhalt der endgültigen Genehmigung wird Nubank in der Lage sein, eine breite Palette von Finanzdienstleistungen in den USA anzubieten. Dazu gehören Einlagenkonten, Kreditkarten, Kreditvergabe und insbesondere die Verwahrung von Kryptowährungen unter bundesweiter Regulierung.
Dies markiert das erste Mal, dass Nubank außerhalb Lateinamerikas eine Lizenz zum Bankbetrieb erhält. Das Unternehmen möchte damit sein digitales, kundenorientiertes Modell als Zukunftsmodell für Finanzdienstleistungen weltweit etablieren.
Nach der bedingten Genehmigung beginnt nun die „Bankorganisationsphase“. Nubank plant, die Bank innerhalb von 18 Monaten zu eröffnen, wobei die offizielle Inbetriebnahme für 2027 angesetzt ist. Die US-Operationen werden von Mitgründerin Cristina Junqueira geleitet.
Roberto Campos Neto, der ehemalige Präsident der brasilianischen Zentralbank, wird den Vorsitz des Verwaltungsrates der neuen US-Bank übernehmen. Dies unterstreicht die Ambitionen und die strategische Ausrichtung von Nubank für den US-Markt.




