Krypto-Verluste: Nomura verschärft Risikokontrollen

Tokios Investmentbank Nomura Holdings hat ihre Risikokontrollen im Kryptogeschäft verschärft. Grund dafür sind Rückschläge am Markt, die zu Verlusten in den europäischen Aktivitäten des Unternehmens führten. CFO Hiroyuki Moriuchi bestätigte die Maßnahmen und betonte die langfristige Verpflichtung zum Krypto-Sektor.

Die europäische Digital-Asset-Tochter Laser Digital Holdings, mit Sitz in der Schweiz, verzeichnete im dritten Quartal (Oktober bis Dezember 2025) Verluste. Diese werden auf die hohe Volatilität des Kryptomarktes sowie auf Währungsabsicherungen in den EMEA-Operationen zurückgeführt. Obwohl Laser Digital zwei Jahre nach seiner Gründung profitabel wurde, erlitt das Unternehmen in diesem Zeitraum einen vorübergehenden Rückschlag.

„Diese Maßnahmen zielen darauf ab, kurzfristige Gewinnschwankungen zu begrenzen, obwohl sich das Unternehmen langfristig zum Kryptogeschäft bekennt.“

Trotz der Anpassungen im kurzfristigen Portfolio bleibt Nomura dem Ausbau seines Digital-Asset-Geschäfts mittel- bis langfristig verpflichtet. Das Unternehmen betrachtet digitale Vermögenswerte weiterhin als strategischen Wachstumsbereich und plant die Weiterentwicklung seines digitalen Asset-Ökosystems.

Strategische Pläne umfassen auch die Anstrengungen von Laser Digital, eine US-Banklizenz zu erlangen, um regulierte Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte und Verwahrung in den Vereinigten Staaten anbieten zu können. Zudem prüft Nomura in Partnerschaft mit der GMO Internet Group die Ausgabe von JPY- und USD-Stablecoins in Japan.

Die Verluste im europäischen Geschäft und zusätzliche Kosten aus der Übernahme der Macquarie Group beeinflussten das Quartalsergebnis von Nomura negativ und führten zu einem Rückgang des Quartalsgewinns. Dennoch meldete Nomura im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 insgesamt robuste Finanzergebnisse mit Umsatzwachstum und strategischen Expansionen.