Im Januar 2026 erbeuteten Krypto-Diebe und Betrüger Krypto-Assets im Wert von über 370 Millionen US-Dollar. Dies geht aus einem Bericht des Blockchain-Sicherheitsdienstleisters CertiK hervor. Die Summe markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr und Vormonat.
Die Verluste im Januar beliefen sich auf 370,3 Millionen US-Dollar, verteilt auf 40 Sicherheitsvorfälle. Dies stellt eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahresmonat dar, als 98 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Auch im Vergleich zum Dezember 2025 stiegen die Verluste um 214 Prozent. Der Januar war damit der verlustreichste Monat seit Februar 2025.
Rund 311,3 Millionen US-Dollar der Januar-Verluste sind auf Phishing und Social-Engineering-Betrug zurückzuführen. Ein einzelner Vorfall führte zu einem Verlust von etwa 284 Millionen US-Dollar.
Neben Phishing gab es auch technische Exploits. Step Finance verzeichnete einen Verlust von 28,9 Millionen US-Dollar durch kompromittierte Schatz-Wallets. Das Truebit-Protokoll verlor 26,4 Millionen US-Dollar durch einen Fehler in einem Smart Contract, der die kostenlose Prägung von Token ermöglichte.
Weitere nennenswerte Vorfälle umfassen einen Hack von 13,3 Millionen US-Dollar beim Liquiditätsanbieter SwapNet und einen 7-Millionen-US-Dollar-Hack gegen das Blockchain-Protokoll Saga.
Gestohlene Vermögenswerte wurden oft in datenschutzorientierte Token wie Monero (XMR) umgewandelt, was die Nachverfolgung erschwert. CertiK selbst sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, da Betrüger die Marke des Unternehmens für Fehlinformationen nutzen.




