Brasilien führt ab Februar 2026 ein umfassendes Regelwerk für Kryptowährungen ein, das den Markt stärker regulieren und die Verbraucher schützen soll. Ein zentraler Punkt ist das de facto Verbot von algorithmischen Stablecoins.
Das neue Gesetz 14.478/2022, ergänzt durch operative Umsetzungen der brasilianischen Zentralbank (BCB) im November 2025, zielt darauf ab, systemische Risiken zu minimieren und eine strukturierte Umgebung für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Dies folgt auf frühere Bärenmärkte, die von Liquiditätsproblemen geprägt waren.
Das Gesetz 4.308/2024 verbietet algorithmische Stablecoins, indem es eine strikte 1:1-Deckung mit Fiat-Währung oder hochliquiden Vermögenswerten vorschreibt. Modelle wie Terras UST und Ethenas USDe, die auf Derivate statt direkter Deckung setzen, sind somit nicht mehr zulässig.
Ethenas USDe, als ’synthetischer Dollar‘ bezeichnet, wird seine Wertstabilität durch Derivate und nicht durch eine direkte 1:1-Deckung mit Fiat-Währung gewährleistet.
Diese Maßnahmen sollen den Weg für Brasiliens digitalen Real, den ‚Drex‘, und konforme private Alternativen ebnen. Ab Februar 2026 benötigen alle Krypto-Dienstleister eine Genehmigung der Zentralbank und müssen erhebliche Kapitalanforderungen erfüllen, die zwischen 2 Millionen und 6,9 Millionen US-Dollar liegen.
Zusätzlich fordern die neuen Vorschriften eine strikte Trennung von Kundengeldern und Eigenkapital der Emittenten. Stablecoins machen derzeit etwa 90 % des Krypto-Transaktionsvolumens in Brasilien aus.
Die deutsche BaFin hat Ethena angewiesen, das Geschäft mit USDe-Token in Deutschland einzustellen, da gravierende Mängel im Zulassungsverfahren festgestellt wurden.
Ethena selbst legt die Risiken seines ’synthetischen Dollars‘ offen, darunter Finanzierungs- und Liquidationsrisiken.




