Stablecoins: Lummis treibt Regulierung voran

Senatorin Cynthia Lummis setzt sich verstärkt für die Integration von Stablecoins in das US-Finanzsystem ein. Ihr Ziel ist ein klarer regulatorischer Rahmen, der die US-Dollar-Dominanz stärken und Innovationen fördern soll, während ein wichtiger Gesetzentwurf ins Stocken gerät.

Senatorin Lummis betont die Bedeutung von Stablecoins für die Aufrechterhaltung der globalen Dollar-Dominanz und die Förderung verantwortungsvoller Finanzinnovationen. Sie argumentiert, dass ein überparteilicher Regulierungsrahmen unerlässlich ist. Laut Lummis ermöglichen Stablecoins Transaktionen rund um die Uhr, die nur Sekunden dauern und einen Bruchteil der Kosten traditioneller Überweisungen verursachen, welche Tage dauern und erhebliche Gebühren nach sich ziehen können.

„Die Schaffung eines überparteilichen Regulierungsrahmens für Stablecoins ist von entscheidender Bedeutung, um die US-Dollar-Dominanz zu erhalten und verantwortungsvolle Finanzinnovationen zu fördern.“

Am 17. April 2024 stellten die Senatorinnen Cynthia Lummis und Kirsten Gillibrand den parteiübergreifenden Lummis-Gillibrand Payment Stablecoin Act vor, auch bekannt als GENIUS Act. Dieser Gesetzentwurf zielt darauf ab, einen umfassenden Regulierungsrahmen für Zahlungstablecoins zu etablieren. Vorgesehen ist, dass Emittenten Stablecoins zu 100 % mit Barreserven oder gleichwertigen Vermögenswerten decken müssen. Ungedeckte und algorithmische Stablecoins sollen verboten werden.

Der GENIUS Act sieht zudem vor, dass Emittenten und Nutzer die US-Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Sanktionen einhalten müssen. Um das duale Bankensystem zu wahren, sollen sowohl Bundes- als auch Landesbehörden in Konzessions- und Durchsetzungsfragen eingebunden werden.

„Wir müssen diesen Clarity Act über die Ziellinie bringen.“

Parallel dazu stößt der CLARITY Act, ein weiterer Gesetzentwurf zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, auf Hindernisse. Ein Hauptstreitpunkt ist ein Vorschlag, der von der Bankenbranche unterstützt wird und Marktteilnehmern verbieten würde, Zinsen auf Stablecoin-Bestände zu zahlen. Diese Bestimmung könnte laut der American Bankers Association’s Community Bankers Council zu einem Abzug von Einlagen in Höhe von 6,6 Billionen US-Dollar von Gemeinschaftsbanken führen. Die für Mitte Januar geplante Anhörung zu einer überarbeiteten Version des CLARITY Acts wurde verschoben. Der Finanzminister Scott Bessent hat seine Unterstützung für den CLARITY Act bekundet, und das Weiße Haus plant ein Treffen mit Stakeholdern, um den Stillstand zu überwinden.