Jeff Park, CIO bei ProCap Financial, prognostiziert, dass eine mögliche Federal Reserve unter Kevin Warsh einen Paradigmenwechsel im Bitcoin-Handel einleiten könnte. Er stellt die bisherige Annahme in Frage, dass eine lockere Geldpolitik automatisch zu Bitcoin-Kurssteigerungen führt, und betrachtet Bitcoin als eine Anlage, die nicht mehr ausschließlich von globaler Liquidität abhängt.
Park argumentiert, dass Bitcoin sich bereits in einem Bärenmarkt befindet. Die Korrelation zwischen Bitcoin und globaler Liquidität sei unterbrochen, da Bitcoin trotz steigender globaler Liquidität nicht im gleichen Maße partizipierte. Dies deutet darauf hin, dass alte Anlagestrategien überdacht werden müssen.
Das Währungssystem ist kaputt, und der risikofreie Zinssatz ist nicht mehr risikofrei.
Park unterscheidet zwischen „negative Rho Bitcoin“, das von sinkenden Zinsen profitiert, und „positive Rho Bitcoin“, das in Phasen steigender Zinsen oder Systemzusammenbrüchen aufblüht. Letzteres beschreibt er als den Kern dessen, was Bitcoin sein soll.
Kevin Warsh, ehemaliger Gouverneur der Federal Reserve und als geldpolitischer Falke bekannt, könnte die Nachfolge von Jerome Powell antreten. Er hat sich in der Vergangenheit für eine restriktivere Geldpolitik ausgesprochen.
Interessanterweise zeigte Warsh sich in der Vergangenheit enthusiastisch für Bitcoin, kritisierte aber die Idealisierung der Technologie. Er glaubt an das Potenzial von Bitcoin zur Lösung von Problemen und zur Steigerung der Effizienz. Seine geldpolitischen Vorschläge umfassen Zinssenkungen und Bilanzreduzierungen, was kurzfristig positive Effekte, langfristig jedoch Liquiditätsentzug bedeuten könnte.
Der Markt befürchtet einen „Falken“ an der Spitze der Fed, da eine kleinere Bilanzsumme keinen Rückenwind für Krypto liefern würde.
Gerüchte über eine mögliche Nominierung Warshs führten zu einem deutlichen Bitcoin-Kursrückgang und hohen Liquidationen. Der Markt reagiert sensibel auf die Aussicht einer strafferen Geldpolitik, da Bitcoin und andere Kryptowährungen stark von der Liquiditätszufuhr der Zentralbanken profitiert haben.




