Laut einem Bericht von EY müssen Unternehmen, insbesondere Banken, die Kontrolle über digitale Wallets übernehmen, um Kunden langfristig zu binden. Die reine Bereitstellung von Bankkonten reicht zukünftig nicht mehr aus, um die Kundenbeziehung zu sichern. Dies erfordert eine strategische Anpassung im Hinblick auf digitale Assets und das Kunden-Wallet-Erlebnis.
EY definiert das digitale Wallet nicht nur als Bezahlfunktion, sondern als zentralen Zugangspunkt im Blockchain-Ökosystem. Dieses Wallet vereint Funktionen wie Kredite, Zahlungen, Investitionen, Versicherungsleistungen und Identitätsmanagement. Wer diese digitale Schnittstelle kontrolliert, sichert seine primäre Rolle in der Kundenbeziehung und vermeidet den Verlust an Relevanz in der sich wandelnden Finanzwelt.
„Wer diese digitale Schnittstelle besitzt, kann eine Brücke zwischen traditionellen und parallelen Finanzwelten schlagen und seine primäre Rolle in der Kundenbeziehung aufrechterhalten.“
Die Nutzung von digitalen Assets wächst stetig. Eine globale EY-Studie zeigte, dass 13 % der großen Unternehmen und Finanzinstitute bereits Stablecoins einsetzen. Weitere 54 % planen dies bis Ende 2026 zu tun. Zehn Prozent der befragten Unternehmen sparen durch den Einsatz von Blockchain bereits Bankgebühren.
Auch bei Verbrauchern steigt das Interesse an Kryptowährungen. Insbesondere Millennials und die Generation Z in den USA halten Kryptowährungen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für Finanzinstitute, eine umfassende Strategie für digitale Assets zu entwickeln, um eine zentrale Rolle im Leben ihrer Kunden zu behalten.
Die Bedeutung digitaler Geldbörsen zeigt sich auch im alltäglichen Zahlungsverkehr. Im deutschen Einzelhandel gab es 2023 rund 593 Millionen mobile Bezahlvorgänge. Digitale Wallets machen bereits 7,5 % aller kartengestützten Transaktionen im stationären Handel aus, Tendenz stark steigend.
„Die bloße Bereitstellung von Bankkonten sei in Zukunft nicht mehr ausreichend, um die Kundenbeziehung zu sichern.“
Die Analyse von EY deckt sich mit breiteren regulatorischen Trends und der fortschreitenden Digitalisierung im Finanzsektor, die auch Themen wie Künstliche Intelligenz und die Lokalisierung von Regularien im Blick hat.




