Bithumb: Milliarden-Bitcoin-Fehler behoben, nur 0,3% Verlust

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat einen schwerwiegenden Betriebsfehler behoben, bei dem versehentlich Bitcoin im Wert von Milliarden US-Dollar an Nutzer ausgezahlt wurden. Dank schneller Reaktionen konnten 99,7 % der überzahlten Summen zurückgeholt werden, was einem Defizit von nur 0,3 % entspricht.

Ein Fehler während einer Werbeprämienaktion führte dazu, dass rund 695 Nutzer statt der geplanten 2.000 Koreanischen Won (ca. 1,37 USD) jeweils 2.000 Bitcoin erhielten. Dieser sogenannte „Fat-Finger“-Fehler, bei dem wohl „BTC“ anstelle von „KRW“ eingegeben wurde, resultierte in der irrtümlichen Auszahlung von insgesamt etwa 620.000 Bitcoin, deren Gesamtwert über 40 Milliarden US-Dollar betrug.

Der Fehler führte zur irrtümlichen Verteilung von insgesamt etwa 620.000 Bitcoin im Wert von über 40 Milliarden US-Dollar.

Bithumb reagierte umgehend und konnte noch am selben Tag 618.212 BTC direkt von den Nutzerkonten zurückfordern. Die verbleibenden 1.788 Bitcoin, die bereits von Nutzern verkauft worden waren, wurden aus Unternehmensreserven gedeckt. Die Börse betonte, dass die Kundenguthaben vollständig den angezeigten Salden entsprächen und die Gelder die Börse nicht wirklich verlassen hätten.

Der Vorfall verursachte einen kurzzeitigen Flash-Crash auf Bithumb mit einem Preisrückgang von 10 % bis 17 %, während die globalen Märkte stabil blieben. Bithumb stellte klar, dass es sich um einen internen Betriebsfehler handelte und nicht um einen externen Hackerangriff oder eine Sicherheitslücke. Das interne Kontrollsystem erkannte die Anomalien schnell, und betroffene Konten wurden umgehend eingeschränkt.

Der Fehler war ein interner Betriebsfehler, nicht das Ergebnis eines Hackerangriffs oder einer externen Sicherheitslücke.

Als Entschädigung kündigte Bithumb eine Zahlung von 20.000 Koreanischen Won (ca. 15 USD) an alle aktiven Nutzer zum Zeitpunkt des Vorfalls an. Händler, die Bitcoin zu ungünstigen Preisen verkauft hatten, erhalten eine vollständige Erstattung plus 10 %. Zusätzlich werden die Handelsgebühren für alle Märkte für sieben Tage erlassen.