Die Kryptowährungsbranche steht laut Tom Farley, CEO von Bullish, vor einer massiven Konsolidierung. Viele Unternehmen, die bisher nur Produkte, aber keine tragfähigen Geschäftsmodelle entwickelt haben, werden dies erkennen müssen. Dies wird zu einer Neugestaltung der Branchenlandschaft führen, da größere Akteure kleinere Projekte übernehmen.
Als Hauptgründe für die erwartete Marktkonsolidierung nennt Bullish-CEO Tom Farley mehrere Faktoren. Ein wesentlicher Treiber ist der anhaltende Krypto-Winter, der die Preise stark belastet hat. Bitcoin ist seit seinem Höchststand im Oktober um fast 45 % gefallen. Auch Ethereum verzeichnete deutliche Kursverluste. Risikokapitalgeber investieren zunehmend in umsatzorientierte Projekte und führen strengere Prüfungen durch, was Druck auf Unternehmen ohne klare Rentabilität ausübt. Fusionen und Übernahmen (M&A) werden angestrebt, um Skaleneffekte zu erzielen und die Fragmentierung des Sektors zu reduzieren. Regulatorische Unsicherheiten und hohe Betriebskosten tragen ebenfalls zur Marktbereinigung bei.
Ein signifikanter Rückgang der Kryptopreise, oft als „Krypto-Winter“ bezeichnet, hat den Markt belastet und zu Kursverlusten bei wichtigen Kryptowährungen geführt.
Die Konsolidierung wird dazu führen, dass größere Unternehmen kleinere Akteure absorbieren. Dies könnte zu organisatorischen Umstrukturierungen führen, wenn Portfolios zusammengeführt werden. Die aktuelle Marktstimmung ist von Vorsicht geprägt, was sich auch in einem Rückgang von Krypto-Optimismus-Indizes widerspiegelt. Es fehlt derzeit an breiter Euphorie im Markt.
Ein Beispiel für die bereits einsetzende Marktbereinigung ist der Rückzug von Gemini aus bestimmten internationalen Märkten, um sich auf den US-Markt zu konzentrieren. Tom Farley, der Erfahrung aus der Konsolidierung von Börsen bei ICE (Muttergesellschaft der NYSE) mitbringt, sieht Parallelen zu traditionellen Finanzmärkten, wo Fragmentierung durch Akquisitionen einer größeren Skalierung weicht.
Risikokapitalgeber verlagern ihre Investitionen zunehmend auf umsatzorientierte Projekte und führen strengere Due-Diligence-Prüfungen durch.
Hohe Betriebskosten, wie die geschätzten Bitcoin-Mining-Kosten in Deutschland, die bei einem aktuellen Bitcoin-Preis von 95.000 Dollar bei rund 200.000 Dollar pro Coin liegen, tragen zusätzlich zur Marktbereinigung bei und erhöhen den Druck auf weniger profitable Betriebe.




