Bithumb verschenkt 44 Milliarden Dollar in Bitcoin – Aufsichtsbehörden alarmiert

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat Anfang Februar 2026 versehentlich Bitcoin im Wert von rund 44 Milliarden US-Dollar an Kunden ausgegeben. Dieser spektakuläre Fehlbetrag hat nun die südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden auf den Plan gerufen.

Der Vorfall ereignete sich am 6. Februar 2026 im Rahmen einer Werbeaktion, bei der eigentlich nur kleine Bargeldprämien von 2.000 Won (ca. 1,37 USD) ausgeschüttet werden sollten. Aufgrund eines „Einheitseingabefehlers“ erhielten jedoch 695 Kunden stattdessen mindestens 2.000 Bitcoin pro Person. Dies führte zu einer irrtümlichen Verteilung von insgesamt 620.000 Bitcoin, deren Wert zu diesem Zeitpunkt rund 60 Billionen Won betrug.

Bithumb gab an, die fehlerhafte Auszahlung nach nur acht Minuten bemerkt und den Handel sowie Abhebungen für die betroffenen Nutzer innerhalb von 35 Minuten eingeschränkt zu haben. Die Börse konnte nach eigenen Angaben 99,7 Prozent der versehentlich gutgeschriebenen Bitcoin erfolgreich zurückholen. Bithumb betonte, dass es sich nicht um Hacking handelte, sondern um reine interne Buchungseinträge, die von den Nutzern nicht von der Plattform abgehoben werden konnten.

Der Vorfall hat die Schwachstellen und Risiken virtueller Vermögenswerte offengelegt und zu verschärfter Wachsamkeit gegenüber lokalen Krypto-Börsen geführt.

Der plötzliche Überfluss an Bitcoin auf der Bithumb-Plattform führte zu einem kurzzeitigen Preisverfall von bis zu 17 Prozent, der sich jedoch binnen fünf Minuten wieder normalisierte. Die südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden, darunter die Financial Services Commission (FSC) und der Financial Supervisory Service (FSS), kündigten Überprüfungen von Bithumb und anderen Börsen an.

Die Untersuchungen sollen potenzielle Verstöße gegen interne Kontrollmechanismen und Marketingpraktiken aufdecken. Bei Feststellung von Unregelmäßigkeiten sind Vor-Ort-Inspektionen geplant, um die Sicherheit und Compliance der Krypto-Börsen zu gewährleisten.