Krypto-Unternehmer Arthur Hayes sieht eine divergente Entwicklung zwischen Bitcoin und Tech-Aktien als klares Warnsignal. Diese Abweichung deutet auf eine bevorstehende Kreditkrise hin, ausgelöst durch den Einfluss von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt.
Arthur Hayes, Mitbegründer der Börse BitMEX, bezeichnet Bitcoin als den „globalen Fiat-Liquiditäts-Brandmelder“. Er argumentiert, dass Bitcoin in Zeiten der Entwertung von Fiat-Währungen und steigender Geldmenge als rationaler Wertspeicher und Absicherung dient.
Bitcoin ist das reaktionsschnellste frei gehandelte Asset auf das Fiat-Kreditangebot.
Hayes verweist auf die unterschiedliche Entwicklung von Bitcoin und dem Nasdaq 100 Index seit Oktober 2025. Während Bitcoin eine deutliche Korrektur erlebte, blieb der Nasdaq 100 stabil. Diese Divergenz interpretiert er als Hinweis auf ein „massives Kreditdestruktionsereignis„.
Als Hauptursache für die Krise nennt Hayes potenzielle Arbeitsplatzverluste durch KI, insbesondere im „White-Collar“-Sektor. Dies könnte Konsumentenkredite und Hypothekenschulden stark beeinträchtigen und schwächere Regionalbanken treffen. Hayes schätzt, dass ein Rückgang von 20% der US-Wissensarbeiter zu rund 557 Milliarden US-Dollar an Kreditverlusten führen könnte.
Eine 20-prozentige Reduzierung der 72 Millionen „Wissensarbeiter“ in den USA könnte zu 557 Milliarden US-Dollar an Konsumentenkredit- und Hypothekenverlusten führen.
Auf eine solche Kreditkrise würden Zentralbanken laut Hayes mit aggressiven Liquiditätsspritzen reagieren. Dies würde die Fiat-Kreditmenge ausweiten und Bitcoin seiner Meinung nach zu neuen Höchstständen treiben.
Hayes prognostiziert mittelfristig Bitcoin-Kurse zwischen 200.000 und 250.000 US-Dollar bis Ende 2025. Langfristig sieht er bis 2028 eine Million US-Dollar und bis 2045 13 Millionen US-Dollar als möglich an. Er warnt jedoch auch vor einem Fall unter 60.000 US-Dollar, falls die Liquidität weiter sinkt.




