BlackRock plant die Einführung eines neuen Ethereum-ETFs, der Anlegern Staking-Belohnungen ermöglichen soll. Allerdings behält sich das Unternehmen einen erheblichen Anteil der Erträge ein und die Auszahlungen könnten Wochen dauern, wie aus einem aktualisierten SEC-Antrag hervorgeht.
Der geplante „iShares Staked Ethereum Trust“ ETF, der unter dem Ticker ETHB an der Nasdaq gehandelt werden soll, wird Anlegern 82 % der Brutto-Staking-Belohnungen zukommen lassen. BlackRock und sein Hauptausführungsagent und Verwahrer Coinbase erhalten zusammen die verbleibenden 18 %. Zusätzlich fällt eine jährliche Sponsorengebühr von 0,12 % bis 0,25 % des Anlagewertes an. In den ersten 12 Monaten und für die ersten 2,5 Milliarden US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten wird diese Gebühr auf 0,12 % reduziert.
Das Fondsmanagement beabsichtigt, zwischen 70 % und 95 % der gehaltenen Ethereum-Bestände zu staken, um Staking-Belohnungen zu erzielen. Der Rest dient der Liquidität und der Abwicklung von Rücknahmeanträgen. Coinbase übernimmt die Rolle des Verwahrers und des primären Ausführungsagenten für den Staking-Prozess.
Auszahlungen von gestaktem Ethereum und die Aktivierung von Belohnungen können mehrere Wochen in Anspruch nehmen, was die Liquidität des ETFs potenziell beeinflusst.
Diese potenziell langen Wartezeiten könnten zu Auf- oder Abschlägen der ETF-Anteile gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV) führen, insbesondere wenn ein großer Anteil des Fondsvermögens gestaked ist. Dies könnte die Erfüllung von Rücknahmeanträgen erschweren.
BlackRock hat den Trust mit 100.000 US-Dollar ausgestattet. Bei einer angenommenen durchschnittlichen jährlichen Staking-Rendite von 3 % Anfang 2026 wird die effektive Rendite für Anleger nach Abzug der Gebühren geringer ausfallen. Die SEC hatte zuvor Ethereum-ETFs genehmigt, die jedoch kein Staking beinhalteten, aber im Mai 2025 Leitlinien veröffentlichte, die den Weg für Staking-ETFs ebneten.




