US CLARITY Act: Kryptoregulierung könnte bis April beschlossen werden

Der US CLARITY Act, ein Gesetzesentwurf zur Regulierung des Kryptomarktes, könnte laut Senator Bernie Moreno hoffentlich bis April verabschiedet werden. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, regulatorische Klarheit zu schaffen und die Zuständigkeiten zwischen wichtigen US-Behörden zu definieren. Nach der Verabschiedung im Repräsentantenhaus im Juli 2025 gab es im Senat Verzögerungen, doch nun gibt es Anzeichen für Fortschritte.

Der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) soll einen klaren Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Er soll die Zuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodities Futures Trading Commission (CFTC) abgrenzen und den Kampf gegen illegale Finanzaktivitäten stärken. Das Gesetz unterteilt Krypto-Assets in digitale Rohstoffe, Anlagevertragsvermögenswerte und zugelassene Stablecoins und schafft ein Registrierungssystem für Kryptoplattformen.

Das Gesetz bekräftigt die Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung (AML) und schafft einen klaren Rahmen für digitale Vermögenswerte, wie von Senator Bernie Moreno gehofft.

Verzögerungen im Senat ergaben sich hauptsächlich aus Meinungsverschiedenheiten bezüglich zinsbringender Stablecoins, da die Bankenbranche befürchtete, dass diese das traditionelle Bankwesen untergraben könnten. Coinbase hatte zunächst seine Unterstützung zurückgezogen, da der Entwurf zinsbringende Stablecoins verbieten und die SEC als Hauptregulierungsbehörde positionieren wollte.

Inzwischen gibt es jedoch positive Entwicklungen. Brian Armstrong von Coinbase berichtete von „großen Fortschritten“ und erwartete ein „Win-Win-Win-Ergebnis“ für die Kryptoindustrie, Banken und Verbraucher. Auch Senator Moreno betonte, dass die Debatte um Stablecoin-Belohnungen die Verabschiedung nicht verzögern sollte.

Prognoseplattformen wie Polymarket sehen eine Wahrscheinlichkeit von 90 % für die Verabschiedung, während Ripple CEO Brad Garlinghouse eine 80 % Chance prognostiziert, dass der Gesetzentwurf bis April dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt wird.