Die Ethereum Foundation setzt für 2026 zwei entscheidende strategische Prioritäten: Quantenresistenz und eine signifikante Erhöhung der Gas-Limits. Ziel ist es, das Netzwerk für die Zukunft zu rüsten und seine Skalierbarkeit drastisch zu verbessern.
Für das kommende Jahr hat die Ethereum Foundation die Post-Quanten-Sicherheit zu einer Kernpriorität erklärt. Ein spezialisiertes Team, angeführt von Thomas Coratger und unterstützt von Kryptographie-Experten, arbeitet an der technischen Umsetzung. Die Bemühungen umfassen regelmäßige Entwicklungstreffen, den Betrieb eines Multi-Client-Testnetzes und die Förderung der Forschung durch zwei Kopfgeldprogramme von je 1 Million US-Dollar, den Poseidon Prize und den Proximity Prize. Dies ist eine proaktive Reaktion auf potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer für Wallets und kryptographische Systeme. Vitalik Buterin schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Quantencomputer kryptographische Verschlüsselungen vor 2030 knacken, auf eins zu fünf.
Streng nachweisbare Sicherheitsziele von 128 Bit wurden für zkEVM-Teams festgelegt, die bis Ende 2026 erreicht werden sollen.
Parallel dazu plant Ethereum eine deutliche Erhöhung des Gas-Limits, um die Transaktionskapazität zu steigern und die Kosten für Layer-2-Lösungen zu senken. Vitalik Buterin hat eine potenzielle fünffache Erhöhung in Aussicht gestellt. Bereits im November 2025 lag das Gas-Limit bei 60 Millionen pro Block, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Entwickler erwägen eine Anhebung auf 80 Millionen pro Block für Januar 2026, nach dem zweiten „Blob Parameter Only“ (BPO) Hard Fork, der die Blob-Kapazität um 66% erhöhen soll.
Für die weitere Erhöhung des Block-Gas-Limits auf das angestrebte Ziel von 180 Millionen bis Ende 2026 sind zwei clientseitige Optimierungen erforderlich: partielle Blob-Antworten auf der Ausführungsebene und die Festlegung des „Max Blob“-Indikators auf der Konsensebene. Diese strategische Skalierungsmaßnahme soll die Wettbewerbsfähigkeit von Ethereum stärken und baut auf früheren Upgrades wie Pectra und Fusaka auf.
Das übergeordnete Ziel ist die Erhöhung des Gas-Limits auf 180 Millionen bis Ende 2026, wobei auch eine fünffache Erhöhung diskutiert wird.




