Bit2Me fokussiert B2B: Digitale Assets für Banken und Behörden

Die von Tether unterstützte Kryptobörse Bit2Me vollzieht eine strategische Neuausrichtung und konzentriert sich künftig verstärkt auf B2B-Dienstleistungen für europäische Banken und Strafverfolgungsbehörden. Mit einer EU-MiCA-Lizenz positioniert sich das Unternehmen als wichtiger Partner für traditionelle Finanzinstitute in Europa.

Bit2Me, eine spanische Kryptobörse, die maßgeblich von Tether unterstützt wird, hat bekannt gegeben, sich vom ursprünglichen Fokus auf Privatkunden zu lösen. Stattdessen soll das Geschäftsmodell auf Business-to-Business (B2B)-Dienstleistungen ausgerichtet werden. Im Jahr 2025 erreichte das Unternehmen ein beeindruckendes Handelsvolumen von 5,3 Milliarden Euro. Der Anteil des B2B-Umsatzes stieg dabei von 18 % im Jahr 2023 auf 27 %, während der Jahresumsatz auf rund 25 Millionen US-Dollar anwuchs.

Ein Kernelement dieser Strategie ist die Unterstützung staatlicher Stellen bei der Abwicklung von beschlagnahmten Kryptowährungen.

Bit2Me hat eine spezielle Pipeline entwickelt, um sichergestellte digitale Vermögenswerte in Euro umzuwandeln. In diesem Prozess arbeitet das Unternehmen eng mit internationalen und nationalen Strafverfolgungsbehörden wie Interpol, Europol und verschiedenen Polizeibehörden zusammen.

Für die nahe Zukunft plant Bit2Me eine Expansion in weitere europäische Länder, darunter Portugal, Italien, Frankreich und Deutschland. Diese strategische Verschiebung findet vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen in Europa statt, insbesondere durch die Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung. Diese Verordnung hat bereits dazu geführt, dass Stablecoins wie Tether (USDT) in einigen europäischen Börsen eingeschränkt oder entfernt wurden, sofern sie keine E-Geld-Lizenz besitzen.

Das Unternehmen strebt an, die kritische Infrastruktur für traditionelle Finanzinstitute in Europa aufzubauen.