Die Kryptobörse Coinbase wirft mehreren US-Bundesstaaten „Gaslighting“ im Zusammenhang mit der Regulierung von Prognosemärkten vor. Laut Coinbase-Vertretern interpretieren die Staaten die Gesetze falsch, um ihre Aufsichtsbefugnisse auszuweiten. Coinbase fordert, dass diese Märkte unter die Zuständigkeit der CFTC fallen sollten.
Prognosemärkte, auch als Wett- oder Informationsmärkte bekannt, ermöglichen den Handel mit Verträgen über zukünftige Ereignisse. Der Preis eines Vertrags gibt die vom Markt wahrgenommene Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses wieder. Im Gegensatz zu traditionellen Wettanbietern werden die Preise hier von den Teilnehmern selbst festgelegt, was sie zu neutralen Handelsplätzen macht. Sie finden Anwendung in Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
Der Preis eines Vertrags spiegelt das kollektive Vertrauen des Marktes oder die implizite Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses wider.
Coinbase hat Klagen gegen Regulierungsbehörden in Connecticut, Illinois, Michigan und Nevada eingereicht, nachdem diese Unterlassungsanordnungen gegen Prognoseprodukte erlassen und diese als illegales Glücksspiel eingestuft hatten. Coinbase argumentiert, dass die Haltung der Staaten auf einem grundlegenden Missverständnis beruht und dass es um die Frage der Zuständigkeit einer bundesweiten Aufsichtsbehörde für Derivatemärkte geht.
Coinbase vertritt die Ansicht, dass der US-Kongress nur eine eng definierte Liste von ‚Underliers‘ von der Definition einer ‚Ware‘ ausgenommen hat, was impliziert, dass andere Kategorien, einschließlich Sportereignissen, unter die Zuständigkeit der CFTC fallen. Die Bemühungen der Staaten, diese Märkte zu kontrollieren oder zu blockieren, würden Innovationen behindern und gegen das Gesetz verstoßen.
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat ihre Zuständigkeit für US-Rohstoffderivate, einschließlich Prognosemärkte, bekräftigt. CFTC-Vorsitzender Michael Selig kündigte Pläne an, neue Regeln für die Branche zu entwickeln, und betonte die Unterstützung der CFTC für „rechtmäßige Innovationen“. Die CFTC zieht zudem einen Regelungsvorschlag zurück, der politisch und sportbezogene Ereigniskontrakte verboten hätte.




