OpenAI hat einen bedeutenden Vertrag im Wert von 200 Millionen US-Dollar mit dem US-Verteidigungsministerium unterzeichnet. Dies geschah kurz nach einer Regierungsentscheidung gegen den Konkurrenten Anthropic, was die wachsenden Spannungen im Bereich militärischer KI verdeutlicht.
OpenAI Public Sector LLC, eine spezialisierte Einheit von OpenAI, hat den Vertrag mit dem Chief Digital and Artificial Intelligence Office (CDAO) des Verteidigungsministeriums abgeschlossen. Dies markiert die erste Partnerschaft im Rahmen von OpenAIs Initiative „OpenAI for Government“. Die Arbeiten sollen bis Juli 2026 in der National Capital Region abgeschlossen sein.
Der Auftrag umfasst die Entwicklung von KI-Prototypen für „kriegsrelevante und unternehmerische Bereiche“. Dazu gehören administrative Aufgaben wie die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Militärangehörige und deren Familien, die Optimierung von Programm- und Beschaffungsdaten sowie die proaktive Cyberverteidigung. OpenAI bekräftigte, dass alle Anwendungsfälle den eigenen Nutzungsrichtlinien entsprechen müssen, einschließlich des Verbots von Massenüberwachung und der Anforderung menschlicher Verantwortung bei Entscheidungen über Gewaltanwendung.
CEO Sam Altman erklärte, dass die Grundsätze von OpenAI, wie das Verbot von Massenüberwachung und die Anforderung menschlicher Verantwortung, in die neue Vereinbarung aufgenommen wurden.
Die Entscheidung gegen Anthropic resultierte aus einem Streit über Nutzungsbeschränkungen für dessen KI-Modell Claude. Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic als „Supply-Chain Risk to National Security“ ein. Präsident Trump wies Bundesbehörden an, die Nutzung von Anthropic-Technologie einzustellen, da das Unternehmen sich weigerte, seine ethischen Richtlinien bezüglich Massenüberwachung und autonomer Waffensysteme zu lockern.
Anthropic verweigerte die Lockerung ethischer Richtlinien, die den Einsatz seiner KI für Massenüberwachung und autonome Waffensysteme ohne menschliche Aufsicht untersagen.
Dieser Vorfall beleuchtet die zunehmenden Spannungen zwischen KI-Entwicklern und Regierungsbehörden bezüglich militärischer Anwendungen. Während OpenAI, Google und xAI ähnliche Verträge mit dem Pentagon über jeweils bis zu 200 Millionen US-Dollar für fortschrittliche KI-Fähigkeiten erhielten, löste Anthropic eine Debatte über ethische Grenzen und nationale Sicherheit aus.




