Die Krypto-Schattenwirtschaft im Iran hat 2025 ein geschätztes Volumen von 7,8 Milliarden US-Dollar erreicht. Sie dient Bürgern und dem Regime zur Umgehung von Sanktionen und zur Bewältigung der tiefen Wirtschaftskrise.
Angesichts einer hohen Inflationsrate von 40-50% und einer stark abgewerteten Landeswährung nutzen Iraner Kryptowährungen wie Bitcoin zum Kapitalschutz. Nach landesweiten Internetsperren im Zuge von Protesten Ende 2025 stiegen die Abhebungen von Bitcoin auf private Wallets stark an.
Schätzungen zufolge floss im 4. Quartal 2025 über die Hälfte des gesamten Krypto-Werteingangs des Iran in Netzwerke, die mit den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verbunden sind.
Die IRGC nutzte 2025 Kryptowährungen für Transaktionen im Wert von 3 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von 1 Milliarde US-Dollar gegenüber 2024. Diese Mittel dienen der Finanzierung von Operationen, Sanktionsumgehung sowie dem Handel mit illegalen Gütern im Nahen Osten. Berichten zufolge akzeptiert der Iran Kryptowährungen auch für Waffenexporte.
Der Iran ist zudem ein wichtiger Standort für Bitcoin-Mining. Subventionierte Strompreise ermöglichen geringe Mining-Kosten. Über 95% der aktiven Mining-Geräte arbeiten jedoch illegal und belasten das Stromnetz erheblich, was zu Stromausfällen führt.
Die illegalen Mining-Operationen verursachen jährliche Verluste durch Stromdiebstahl von bis zu 3 Milliarden US-Dollar.
Internationale Beobachter sind alarmiert. US-Ermittler prüfen, ob Kryptoplattformen die Sanktionsumgehung durch iranische Beamte erleichtern. Eine Hacker-Gruppe zerstörte im Juni 2025 Krypto-Vermögen im Wert von fast 90 Millionen US-Dollar an der iranischen Börse Nobitex.




