Das U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat einen Vorschlag veröffentlicht, der darauf abzielt, Renditezahlungen auf Stablecoin-Bestände zu verbieten. Ziel ist es, Stablecoins künftig primär als Zahlungsmittel und nicht als zinstragende Anlage zu behandeln. Die öffentliche Kommentierungsfrist läuft 60 Tage.
Der Vorschlag, der unter dem „Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act“ steht, verbietet Emittenten explizit, jegliche Form von Rendite im Zusammenhang mit dem Besitz oder Transaktionen von Stablecoins zu zahlen. Dies schließt direkte Zinszahlungen, Cashback-Anreize und lohnende Token-Belohnungen ein.
Darüber hinaus wird eine widerlegbare Vermutung geschaffen, dass auch indirekte Vergütungsmechanismen den neuen Bestimmungen zuwiderlaufen könnten. Dies betrifft Anreize von verbundenen Unternehmen oder Dritten, die in enger Beziehung zum Stablecoin-Emittenten stehen. In solchen Fällen müssen die Emittenten nachweisen, dass sie die Vorschriften einhalten.
„Wettbewerbsfähige Renditen sind für die Akzeptanz und Innovation unerlässlich. Übermäßig restriktive Regeln könnten Aktivitäten ins Ausland verlagern und die Dominanz des Dollars untergraben.“
Zwei spezifische Ausnahmen sind vorgesehen: Unabhängige Händler dürfen Rabatte für Stablecoin-Zahlungen anbieten, und Emittenten können Gewinne mit nicht verbundenen Partnern im Rahmen von White-Label-Vereinbarungen teilen, solange dies keine Renditemöglichkeiten für Stablecoin-Inhaber schafft.
Die Kryptoindustrie hat Bedenken geäußert. Vertreter wie Coinbase-CEO Brian Armstrong argumentieren, dass solche Regeln die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die endgültigen Regeln werden voraussichtlich innerhalb weniger Monate festgelegt, das umfassendere Regime soll bis Januar 2027 in Kraft treten.




