Iranische Krypto-Abflüsse steigen nach Angriffen um 700%

Nach US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf den Iran verzeichnete das Land einen dramatischen Anstieg der Krypto-Abflüsse um 700 %. Dies geht aus einem Bericht von Elliptic hervor und verdeutlicht die Bedeutung digitaler Währungen für die iranische Wirtschaft.

Die Angriffe, die vom 28. Februar bis zum 2. März 2026 stattfanden, führten zu einer erheblichen Bewegung von digitalen Vermögenswerten aus dem Iran. Kryptowährungen werden im Iran genutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen und Handel außerhalb des US-Dollar-Systems abzuwickeln. Zudem dienen sie als finanzielle Stütze für die Bevölkerung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Laut Schätzungen von Chainalysis erreichte das iranische Krypto-Ökosystem im Jahr 2025 ein Volumen von 7,78 Milliarden US-Dollar. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) waren im vierten Quartal 2025 mit über 3 Milliarden US-Dollar an Krypto-Zuflüssen maßgeblich beteiligt.

Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) entfielen über 50 % der gesamten iranischen Krypto-Zuflüsse, was einem Wert von über 3 Milliarden US-Dollar entspricht.

Stablecoins wie USDT spielen eine wichtige Rolle, wobei die iranische Zentralbank im Jahr 2025 mindestens 507 Millionen US-Dollar akkumulierte, um den Rial zu stabilisieren und den Handel zu finanzieren. Auch Bürger nutzen Stablecoins zur Erhaltung ihrer Kaufkraft angesichts der Abwertung des iranischen Rial, der von rund 797.000 auf 1,66 Millionen pro US-Dollar fiel.

Die Berichte über die Militärschläge lösten Turbulenzen auf dem Kryptomarkt aus. Innerhalb kurzer Zeit wurden Krypto-Futures-Positionen im Wert von 260 Millionen US-Dollar liquidiert, vor allem Long-Positionen. Bitcoin und andere Kryptowährungen verzeichneten zunächst Kursrückgänge, zeigten aber später eine Erholung.

Innerhalb von etwa vier Stunden wurden Krypto-Futures-Positionen im Wert von 260 Millionen US-Dollar liquidiert, wovon 224 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen entfielen.

Parallel zu den Luftangriffen meldete der Iran massive Cyberangriffe und einen „fast vollständigen Internetausfall“, der mehrere Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen betraf.